Mittwoch, 29. März 2017

Dies und Das und Wolliges

Eigentlich hätte ich ja noch eine Serie von 5 Paar Socken, welche ich letztes Jahr bereits gestrickt habe, zu verbloggen. Aus persönlichen Gründen fällt es mir jedoch gerade sehr sehr schwer an diese Socken auch nur zu denken. Vom darüber Schreiben mal ganz zu schweigen!

Viel lieber berichte ich über meine aktuellen und fröhlich bunten Projekte, die ich bereits in diesem Jahr gearbeitet habe. Und darüber was sonst noch so gerade passiert.


Nachdem meine Sehfähigkeit zu Beginn des Jahres endlich besser wurde, habe ich mich wieder an Socken mit Zöpfen gewagt. Das ist mir lange Zeit wirklich schwer gefallen. Ist nicht einfach, wenn die Augen nicht mehr gucken können.
Allerdings bin ich auch hier zunächst noch auf dicker Wolle und großen Nadeln geblieben.


Eines der dabei entstandenden Projekte habe ich nach Karneval als "kölsches Care Paket" an eine liebe Freundin im Exil, nach Efurt geschickt. Lange habe ich darauf warten müssen ihr Socken schicken zu können. Zu lange, für mein Empfinden. Doofes Auge!


Nachdem die Zöpfe auf der dicken Wolle endlich wieder gelangen, habe ich dieses hübsche Projekt vom letzten Sommer wieder hervor geholt. Eigentlich wollte ich diese Socken bereits zu Weihnachten verschenkt haben. Doofes Auge!


Weil auch dünne Wolle endlich wieder geht, habe ich mich im Februar auf diese drei Schätze aus dem Hause Color loves Wool eingelassen. 


Eine Färbung von der ich wusste, daß sie nicht wildern würde!
Jede Reihe würde die Farbe wechseln. Musterfresser Wolle also. Eine neue Herausforderung für mich, die ich jedoch gerne angenommen habe!


Auch für das Kind geht es derzeit bunt und Abwechslungsreich, und mit selbst entworfenen Mustern zu. Orange und Lila-Pink hübsch miteinander zu verheiraten ist ebenfalls eine kleine Herausfordrung! 


Außerdem üben wir fleissig das Spinnen mit der Handspindel.
Leider ist der hübsche Einhornpups Kammzug von Frau Buttjebeyy aus Merino Wolle und daher eigentlich nicht Anfänger geeignet. Ich denke ich muss demnächst noch mal was anderes und eine zweite Spindel besorgen.


Und dann hat das Kind noch ein kleines Mäuschen bekommen, welches ich aus einem Rest Sockenwolle gearbeitet habe. Ich finde die Maus ja noch stark verbesserungsfähig. Aber das Kind liebte sie vom ersten Augenblick an!


Der Teenager hat sich derweil entschlossen es mir nach zu tun, und möchte irgendwann Socken stricken können. Deshalb hat er sich von einem strickenden Mann erste Grundkenntnisse vermitteln lassen.


Wie man sieht hatten wir mächtig Spaß an diesem Tag!


Da der Teenager zunächst auf 20cm Nadeln üben wird, musste ein neuer Schwarm Nadelenten her.


Nachdem ich jetzt den ganzen Winter hindurch mit meinem grau schwarzem Criss Cross unterwegs war, habe ich die Farbe inzwischen reichlich satt. Bei meinem letzten Besuch beim Wollschaf Charlotte ist mir eine hübsche Kombination aus Creme, Himmelblau, Petrol und Marine in die Tasche gesprungen und wird gerade zu No.2 verarbeitet.


Apropo Frau Wollschaf Charlotte!
Die hat inzwischen das verspätete Weihnahtsgeschenk,  in Form der Socken von weiter oben, von mir erhalten. Hier kann sie es gerade kaum glauben, dass ich diese Socken wirklich für SIE gestrickt habe.


Ich kann es nicht verhindern, aber jedes mal wenn ich beim Wollschaf Charlotte bin, springen ein oder zwei Knäul der aktuellen Opal Serien in meine Tasche. Sind aber auch tolle Farben!
Und fast alle Knäul lassen sich mit den anderen Knäuln verkombinieren. Eine Kiste voller bunter Möglichkeiten also.


Bunte Farben miteinander zu hübschen Socken zu kombinieren scheint für 2017 DAS THEMA bei mir zu werden. Es macht mir wirklich großen Spaß. Und mein großer angesammelter Stash an unterschiedlichsten Färbungen und Qualitäten bietet mir fantastische und vielfältige Möglichkeiten dazu.


Ich LIEBE meine Männer!
ALLE meine Männer!

Der Gatte hat mir neulich aus der Stadt ein kleines Wollschwein mit gebracht.


Und mein lieber Seelenstreichler war der Ansicht es wäre Zeit für ein "kleines" Dankeschön, denn die letzten Wochen waren recht turbulent und Kräfte zehrend .
So habe ich eine wollgefüllte Blechbüchse in Form eines Radios von ihm erhalten.


Darin waren diese vier wunderschönen Stränge handgefärbte Austermann Sockenwolle.
Je zwei davon hat der Seelenstreichler ausgesucht, die anderen beiden hat sein Freund für mich ausgewählt.


Ich kann es kaum abwarten aus diesen Schätzen was schönes zu zaubern. Aber dummerweise habe ich gerade sämtliche Nadeln belegt und ich muss erst mal Ufos ab arbeiten.



Freitag, 24. März 2017

Dicke Socken für Lisa

So gern wie ich 6-fädige Sockenwolle verstricke, so sehr beginne ich 8-fädige Sockenwolle langsam zu hassen.
Das verstricken mit entsprechend dicken Nadeln empfinde ich irgendwie als anstrengend. Und hübsche Muster gehen auch nur ganz ganz selten.

Diese Weihnachtssocken für die liebe Schwiegermutter habe ich gleich mehrfach angeschlagen und wieder geribbelt. Bis es schließlich Stinos* wurden. Mit ein paar linken Reihen versehen, haben die Socken dann wenigstens noch hübsch gewildert.


Den Bund habe ich, wie so oft, flexibel angeschlagen und dann mit 2/2 links/rechts Rippen gearbeitet.


Im Schaft habe ich in unregelmäßigen Abständen Längsrippen auf Links eingearbeitet, um die Socke ein wenig flexibel zu bekommen und die Wolle zum wildern zu bringen.


Bei der Ferse ließ sich leider nur eine Herzchenferse hübsch einarbeiten. Alles andere war optisch eine Katastrophe!


Die Längsrippen habe ich auch auf dem Oberfuß weiter geführt, während die Unterseite glatt rechts geblieben ist. Den Abschluß bildet eine schnöde Bandspitze.


Da die Schwiegermutter damenhafte Größe 38 trägt, habe ich noch diesen hübschen Rest übrig.


Verstrickt habe ich diesen tollen 200g schweren handgefärbten Strang 8-fach Sockenwolle von Monis Farbwahn.


*Stinos = STink NOrmale Socken (Ohne jeden Schnickschank)  ;-)


Sonntag, 19. März 2017

Handstulpen für Sarah

Sarah ist unsere gute Fee der Familie.
Nach fast einem Jahr Kampf mit diversen Ämtern, und dem Einsatz von gleich zwei engagierten Lehrerinnen, habe ich 2016 dann endlich die gewünschte Sozialpädagogin bekommen welche ich bereits 2015 für unsere Familie so dringend gebraucht hätte. Damals, als der Gatte um seine Gesundheit und Beweglichkeit kämpfte, und meine Jungs mit so vielem fertig werden mussten.

Seitdem begleitet sie uns als Familie durch den manchmal schwierigen Alltag. Nimmt mir allerlei Bürokratie ab, und erleichtert generell vieles für uns. Sie hat immer ein offenes Ohr für uns. Ganz egal wer welche Sorgen gerade hat.

Ganz klar dass Sarah von uns etwas zu Weihnachten bekommen hat!
Handstulpen. Weil sie meine immer so sehr bewundert hat.  


Der Bund:
Flexibel angeschlagen, in einfachen 2/2 rechts/links Rippen.


Das Muster:
Meine geliebten falschen Zöpfe. Von der Mitte her nach außen geführt.


Der Daumen:
Wieder leicht, nach meinem eigenen Verfahren, auf die Unterseite der Hände versetzt.


Der Abschluß:
Wieder einfache 2/2 rechts/links Rippen in Kontrastfarbe.


Die Anleitung:
Ist komplett selbst entworfen und sogar schematisch zu Papier gebracht worden, kann aber außer mir selbst vermutlich niemand entschlüsseln.


Die Wolle:
Drei Knäul Merino Extrafine Color 120.
Zwei mal in den Farben 486  und einmal in der Farbe  155   .



Diese Stulpen habe ich sogar gleich zwei mal gestrickt.
Einmal in zu groß, und noch einmal in passend.


Jene die zu groß waren, waren selbst für meine großen Hände etwas zu locker. Sarah hat jedoch kleine und zierliche Damenhände. Die hätten also auf keinen Fall gepasst. Der zweite Versuch passte dagegen perfekt. Die zu großen habe ich dann für mich behalten.




Dienstag, 14. März 2017

Spinnworkshop bei Buttjebeyy

Mein Mann ist ein Jeck. Ein Karnevals Jeck, um genau zu sein.
Und das mit Leidenschaft!
Der Teenager tut es ihm nach, und lebt dieses Erbe inzwischen mit der gleichen Leidenschaft aus.

Ich bin dagegen eher das Gegenteil. Der ganze Trubel strengt mich zunehmend an.
Ebenso ergeht es dem Kind, welches sich zunehmend an diesen Tagen zurück zieht. 

Wie unsere Familie das ohne Streit und Streß überlebt?
Indem der Gatte und der Teen sich vollends ausleben dürfen, während das Kind und ich uns unsere eigenen (karnevalsfreien) Erholungsräume suchen.


Dieses Jahr waren wir zusammen bei einem Spinnworkshop, welchen die liebe Daniela über zwei Tage hinweg in den Räumen von Frau Buttjebeyy in Köln abgehalten hat.


Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl hat Daniela jedem der Teilnehmer erklärt und gezeigt, wie aus einem flauschigem Faserstrang ein dünner strickbarer Faden entsteht.


Spinnfasern und Kammzüge zum spinnen gibt es unendlich viele. Deshalb lag jede Menge Lehrmaterial  auf dem Tisch bereit.


Auch Spindeln gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Daniela hat sie uns alle erklärt.


Wer wollte konnte für sich dieses  Anfängerset, bestehend aus einer Handspindel und einem Strang Eiderwolle, aus dem Wollwerkraum erstehen.


Ebenso wie es viele unterschiedliche Handspindeln und Spinnfasern gibt, gibt es die unterschiedlichsten Spinnräder!


Doch der Umgang damit will gelernt sein.
Begonnen wird damit, ein Gefühl für einen gleichmäßigen Tritt zu entwickeln.


Danach hat Daniela jedem Teilnehmer einzeln gezeigt wie die Spule eingelegt, und mittels eines Hilfsfadens das Spinnen begonnen wird. Dem Kind hat sie dabei ganz liebevoll die Hände geführt.


Am Ende des ersten Tages war das Kind dann total vom Spinnfieber infiziert, und durfte neben einem Anfängerset aus dem Wollwerkraum noch einen bunten Merino Kammzug von Frau Buttjebeyy sein eigen nennen.


Auch an Tag 2 war die Stimmung beim Spinnworkshop gelassen bis heiter. Wenn man sich nicht gerade voll konzentrierte!


Mit Spinnrädern ist es ein bißchen wie mit Stricknadeln. Jedes ist ein wenig anders, als andere Räder. Und jeder muss "seins" für sich finden. Deshalb sollte jeder Workshopteilnehmer reihum jedes der Räder einmal aus probieren.


Die liebe Daniela stand dabei jederzeit mit Rat und Tat zur Seite!


Auch das Kind hat ein Rad gefunden welches es am Vortag noch nicht ausprobiert hatte, und war schon wieder voller Konzentration bei der Sache.


Bei dieser Dame wollte das Spinnen am Rad einfach nicht klappen. Egal welches Spinnrad sie auch probierte.


Dafür hat das Spinnen mit der Handspindel um so mehr Freude bereiten können.


Wo gehobelt wird, da fallen bekanntlich Späne.
Und beim Spinnen? Da fliegen die Fasern wild umher!


Die kleine Hundedame Marlar konnte so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Allerdings musste sie arg auf passen, daß sie nicht versehentlich mit Spinnfasern verwechselt wurde.


So ganz nebenbei erwähnt:
Wir hatten eine ganz phantastische Verpflegung während des Spinnworkshops!


Es waren zwei wirklich tolle und sehr informative Tage. 
Ich werde das Spinnen sicherlich nicht an fangen. Meine Hobbys habe ich bereits gefunden, und darüber hinaus ist auch mein Leben bereits reichlich ausgefüllt. Aber das Kind hat seinen Spaß daran und ist fleißig am üben.






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