Sonntag, 31. März 2013

Freitag, 29. März 2013

Immer wieder Rheinpark

Ferienzeit!
Und endlich mal EIN TAG so was wie FRÜHLING!

Also die Jungs, Strickzeug, Tee und Kekse eingepackt und ab an die Luft mit uns.
Der Rheinpark sollte es werden. Denn da kommen wir nicht ganz so oft hin.

Rheinpark Köln

Erste Andeutungen von Frühling:

Rheinpark Köln
Rheinpark Köln

Blauer Himmel und lange Schatten am Spielplatz. Was ein Anblick!

Rheinpark Köln

Und das passiert wenn man sich bei der Bildbearbeitung mal "verklickt"! *lach*
Hat aber was, wie ich finde.

Rheinpark Köln

Während die Kinder erst mal eine Runde tobten, habe ich es mir auf einer Bank gemütlich gemacht.

Rheinpark Köln

Meine Jungs! Ganz schön groß sind sie geworden!

Rheinpark Köln

Was mir am Rheinpark so gefällt? Er ist einzigartig!
Er ist weit genug von daheim weg und immer ein Ausnahmeziel zu bleiben.
Es gibt genug Bänke, genug Sonnenlicht, aber auch genug Schatten.
Der Spielplatz ist recht außergewöhnlich. Sowohl von der Größe her, als auch von den Spielangeboten.
UND: Es gibt Toiletten! Alte, enge, sanierungsbedüftige Toiletten aus Bundesgartenshowzeiten zwar, aber immerhin Toiletten. Und damit wird dieser Spielplatz zum idealen Ziel an Tagen wo FRAU öfter mal für Mädchen muss, die Jungs aber trotzdem dringend mal gelüftet werden müssen. ;-)

Rheinpark Köln

Zugegeben, es war noch nicht all zu warm. Irgendwas zwischen 5°C und 8°C. Und so mancher Zaungast hat schon etwas seltsam geguckt wie ich da auf der Bank saß und an einer Socke herum gestrickt habe. Aber es war SONNE! Und gegen kalte Hände gibt es Handschuhe.

Rheinpark Köln

Das Kindlein hat sich gar so sehr über den Sonnenschein gefreut daß seiner Jacke der vorletzte Todesstoß versetzt wurde.

Rheinpark Köln

Was denn?
Ihr habt die Sonne noch nicht gesehen?
Kein Problem, hier ist sie!

Rheinpark Köln

Auf dem Rückweg zum Bus sind wir noch am Schnullerbaum vorbei gegangen.
So ohne Laub und dann noch im Gegenlicht habe ich ihn allerdings auch noch nicht gesehen.

Rheinpark Köln

Insbesondere das Kindlein ist ganz fasziniert vom Schnullerbaum. Er selbst hat ja NIE geschnullert!

Rheinpark Köln

Der Frühling steht so was von in den Startlöchern, wenn das erst mal los geht blüht wahrscheinlich alles gleichzeitig. Das wird ein Fotografenfest kann ich euch sagen. Hoffentlich finde ich dann ein bißchen Freizeit für mich.

Rheinpark Köln
Rheinpark Köln

Ach Ja, und der HIMMEL!
Einmal nach Westen.......

Rheinpark Köln

......und einmal nach Norden.

Rheinpark Köln

Zum Abschluß des wunderschönen Tages gab es noch grandioses goldenes Abendlicht am Deutzer Bahnhof.

Rheinpark Köln



Sonntag, 10. März 2013

Ruheinseln

Durchatmen.
Abschalten.
Inne halten. 
In der Stille verharren.
Ein wenig Kraft tanken.

Wer weiß solche Momente in der heutigen Zeit, wo alles und jeder beständig erreichbar ist, wo ständig irgendwo ein Handy bimmelt, und wo man während jeder Bus- oder Bahnfahrt unfreiwillig zum Zuhörer fremder Lebensumstände wird, wer weiß da Ruhe und Stille noch zu schätzen?
Jene Momente in denen einfach alles von einem abfällt. Wo man mal nicht an die Sorgen und Nöte des Alltags denken muss. Wo man einfach nur seine innere Mitte spürt und in Glückseligkeit verharrt.

Ruheinseln werden einem nicht geschenkt. Schenkt man ihnen nicht genügend Beachtung ziehen sie beleidigt ihrer Wege und kehren mitunter nicht mehr zurück.
Ruheinseln muss man sich zuweilen auch einfach selbst erschaffen. Auf jeden Fall aber sind sie es wert jede einzelne Sekunde mit voller Bewusstheit zu genießen und ihrem Ende mit einer gewisser Trauer im Herzen zu begegnen. 

Wildgänse

Der Begriff Kraftorte kommt ziemlich esoterisch daher. Väterchen Rhein aber ist ein genau solch ein Kraftort für mich. Er ist mächtig und stark, und nichts kann ihn aufhalten. Zugleich ist er aber auch beruhigend, wie er mit seinem sanften Plätschern dahin gleitet.

Dunkin Donuts

Kraft gebend dagegen sind die vielen kleinen Leckereien die ich als Seelenfutter bezeichne.
Süße Köstlichkeiten die es nur hin und wieder mal oder sogar noch viel seltener gibt. Wo jeder einzelne Bissen die Zunge verwöhnt und die Geschmacksnerven verzückt in Extase geraten. Eine große Kiste Dunkin Donuts zum Beispiel. Und dazu heiße Schokolade mit Sahne oder Mashmallows.

Aalaf und Helau

Oder diese leckeren Dinger hier von meinem Lieblingsbäcker, welche es nur zur Karnevalszeit gibt. Dieses Jahr bin ich echt arm dran geworden, aber ausnahmsweise war mir der Preis mal völlig egal. Und beim ortsansässigem Lieblingsbäcker habe ich auch keine Probleme mit Unverträglichkeiten.

Dschungelcamp Verpflegung

Trash TV ist eigentlich nicht unser Ding. Eine große Ausnahme ist jedoch das jährliche Dschungelcamp. Gibt es etwas besseres als dieses chauvinistische Theater sogenannter Prominenter, als seine eigene Situation zu vergessen?
Auch bestens geeignet: Der Bachelor! Dabei wird dieses Format nicht etwa wegen der Romantik konsumiert, sondern einzig und allein der Unterhaltung wegen wenn man 20 zumeist junge Damen in ein Haus sperrt und dann einen gut aussehenden Mann dazu gibt.

Ein Hauch von Frühling

Ein absolutes Highlight dieser Tage: Der erste Milchshake von der Lieblingseisdiele!
Den letzten Shake gab es ....... *überleg*.........vor des Gatten Klinikaufenhalten. Letzten Sommer, als unsere kleine Welt noch geordnet und heile war. Scheint bereits ein halbes Leben her zu sein.

Entspannen am Sonntag

Nicht Kraft gebend, aber sehr Nerven beruhigend: Stricken, stricken, stricken!
Früher oder später ergibt eben alles seinen Sinn. Welchen Schatz ich mir mit dieser Tätigkeit erschaffen würde konnte ich zu Beginn letzten Jahres natürlich noch nicht ahnen. Wollte ich doch eigentlich nur eine sinnvolle Beschäftigung für die vielen Wartezimmerstunden haben, als meine Jungs noch beide einmal die Woche die Logopädin besuchten.
Stricken geht fast immer und noch dazu überall. Stricken bringt die Gedanken zur Ruhe und füllt schlaflose Nächte mit einem tieferem Sinn. Nähen und Basteln liegen mir dagegen derzeit so gar nicht.

Ein Hauch von Frühling

Mal ganz davon abgesehen daß ich z.B. meine Nähmaschine auch nicht mit in den Park nehmen würde um die ersten Sonnenstrahlen des Jahres genießen zu können.

Drachenschal

Und basteln auf dem Balkon ist auch eher suboptimal. Aber Stricken geht. Wie man sieht. Immer und überall. Noch dazu kommen echt praktische Sachen dabei heraus. Wie mein neuestes Schätzchen, der Drachenschal.




KEC Armstulpen

Im Herbst letzten Jahres habe ich mich einst an einer Spiralsocke versucht.
Genau, nur an EINER! Die zweite hat es bis heute nicht mal auf die Nadeln geschafft. 

Spiralsocke

So zwischendrin meinte ich noch: Das würde doch auch ne tolle Armstulpe werden.......

Spiralsocke

.....und prompt kam via Facebook die Anfrage: Gibt es das auch in Schwarz-Rot-Weiß?

Ähm.... Ja.... Gibt es bestimmt. Muss nur erst noch gefunden werden. Die traditionellen Kölner Lieblingsfarben sind leider eher eine regionale Erscheinung. Doch dann haben sie doch noch ihren Weg in mein Wollkörbchen gefunden. 

Frische Wolllieferung

Also flugs die entsprechenden Hände vermessen und los genadelt.....

KEC Armstulpe

....aber irgendwie.........

KEC Armstulpe

.....neee, das passt nicht so genau, und alles noch mal aufgeribbelt.

Überhaupt sind diese ganz speziellen Armstulpen fast mein persönlicher Tod geworden. Die Stulpen mussten an ziemlich außergewöhnliche Maße angepasst werden. So mussten vom Schaft bis zum Handgelenk mal eben 10cm Umfang verringert werden.  Aber wenn schon Handarbeit, dann auch maßgeschneidert.

Beim zweiten Anschlag habe ich mit 8 Maschen weniger begonnen und außerdem dünnere Nadeln verwendet. Und siehe da:

KEC Armstulpe

Sieben bis zehn Tage würde ich brauchen. So zumindest meine Ankündigung. Daß dazwischen noch eine echt harte Grippe mit Fieberschüben, schmerzenden Gelenken und chronischem Dauerhusten kommen würde ahnte ich da nicht.

So kam es, wie es kommen musste. Beständig sind mir die Maschen von der Nadel gehustethuscht.....

KEC Armstulpe

....und dann merke ich bei den Musterbildern auch noch: Die Daumenschlaufe liegt auf der falschen Seite. ARGH!!

KEC Armstulpe

So würde ich NIE rechtzeitig fertig werden!
Die erste Stulpe habe ich dann erst mal liegen gelassen wie sie war und die zweite begonnen. Wenigstens schon mal den Schaft stricken. Und dann zeigte das zweite Knäul auch noch einen völlig anderen Farbverlauf!

KEC Armstulpe

Erwähnte ich es schon? Mein persönlicher Tod!
Wenn der Wurm einmal drin ist, dann so richtig. Doch dann ging plötzlich alles ganz einfach. Auch die Daumenschlaufe. Schwupps war die Armstulpe fertig. Und obendrein hatte ich nun eine Anleitung für die erste (halbe) Armstulpe.

Und Tadaaa: 
Quasi Just in Time sind die heiß ersehnten Armstulpen doch noch fertig geworden und durften schon am nächsten Tag das erste mal mit zum Eishockey. Und gleich danach auf Auswärtstour nach Hamburg.

KEC Armstulpe

PS:
Hier habe ich das große Kind als Modell heran gezogen. Und der versinkt natürlich in den übergroßen Armstulpen. Aber für eine ausgiebige Foto Session war einfach keine Zeit mehr. ;-)



Samstag, 9. März 2013

Happy Birthday

Wünsche sind im Hause PhotoAuge in letzter Zeit eher inmaterieller Natur. Infolgedessen legt man auch keinen allzu großen Wert auf das Materielle. Schwierig, einem da ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
Nachdem auch noch die Kuchenwünsche weit auseinander gingen machte ich kurzerhand nicht EINEN Kuchen, sondern ganz ganz viele. Mini Gugl!

Mini Gugl Torte

Hübsch auf einer Tortenplatte angerichtet und für jedes Jahr eine Kerze gesteckt. Daran konnte sich dann selbst der Gatte zumindest kurzfristig erfreuen.

Mini Gugl Geburstagstorte

Das Schenken war dieses mal gar nicht so einfach. (Wann wäre es das jemals gewesen?)
So haben wir diesmal ausschließlich Seelennahrung geschenkt. Der Große das Lila Herz. Der Kleine das bunte süße Törtchen aus dem Hussel. Und ich den gemischten Freßkorb.

Happy Birthday

Und an diesem Bild haben wir einfach nur Spaß gehabt. Vielleicht lasse ich es mir mal als Grußkarte drucken. Wäre doch mal was anderes als die 08/15 Dinger aus dem Handel.

Mini Mandel Mazipan Gugl



11 Jahre

Mitten im größtem Chaos des Lebens durften wir unseren Hochzeitstag feiern.

Ironie der Geschichte:
Die letzten 10 Jahre haben wir diesen Tag in schöner Regelmäßigkeit vergessen. Zusammenhalt zeigt sich eben nicht nur an diesem einem Tag. Und meist überwiegt zudem auch noch der Alltag.
Die 11 ist in Köln ja eh etwas magisches. Und ausgerechnet den 11. Jahrestag haben wir dann mal nicht vergessen. Dafür war es uns beiden in den Wirren unserer Situation nicht möglich diesen Tag angemessen vor zu bereiten.

Was blieb war ein kleiner Snack Teller zum abendlichen Dschungelcamp gucken. Trasch TV als Seelenstreichler.

Häppchen Platte

Am nächsten Tag brachte unsere Lieblingspaketfrau dann noch ein kleines aber feines Päckchen an unsere Haustüre. Pralinenclub stand drauf. Nanu?

Lecker Schokolade
...

So einmal in 11 Jahren ist dann selbst der Gatte fähig mir mal seine Zuneigung zu zeigen. Wenn auch indirekt. <3 p="">


Das Leben ist kein Ponyhof

Seit gefühlten Monaten grübele ich schon über diesen Blogeintrag nach.
Vieles hat sich bei mir angesammelt. Zu vieles aufgestaut. Doch wenn ich dann hier sitze bleibt die Seite meist jungfräulich weiß. Schreibblockade. Oder einfach nur depressiv. Völlig ohne Antrieb, ohne jegliche Motivation. Es braucht seine Zeit die letzten Monate zu verarbeiten. 

Warum Wir? Warum der Gatte? Warum immer ich? 
 Es ist ebenso sinnlos wie mühselig nach einem WARUM zu fragen. Eine Antwort wird man zeitlebens nicht bekommen. Aber dennoch ist dieses Warum einfach da und drängt sich ungewollt in den ungünstigsten Momenten ins Bewusstsein. Im Bus zum Beispiel, wenn die Gedanken mal eben 10 Minuten Zeit haben ab zu schweifen. Oder, ganz ganz schlimm, des Nachts wenn man eigentlich schlafen möchte.

Vieles stellt man für sich selbst in Frage.
Freundschaften zum Beispiel! 
"Wo ist denn die ewiglich positiv gestimmte Frau PhotoAuge geblieben?"
"Du bist nur noch am meckern! Wo sind deine schönen Momente hin?"
"Du bloggst ja gar nicht mehr! Kommt da noch mal was, oder kann ich meine Bookmarks gleich löschen?" 
Tja, es fällt einem ganz schön schwer positiv gestimmt durch das Leben zu tanzen, wenn der Partner von sich selbst sagt "Mitte Dreißig und ein halber Krüppel". Wenn man  das Gefühl hat um alles kämpfen zu müssen. Wenn man sieht wie sich die Situation auf die Kinder aus wirkt. Und wenn man dann doch irgendwann an dem Punkt angelangt ist, wo die eigene Kraft nicht mehr ausreicht.

Auch ganz toll, aber wenig hilfreich: 
"Meinste nicht, es müsste langsam mal wieder besser sein? Versuch es doch einfach mal mit Lachen!"
"Ich würde den Kindern gar nicht erzählen wie schlimm es wirklich ist. Das belastet sie doch nur unnötig."
"Ihr müsstet mal wieder was als Familie unternehmen. Das ist sooo wichtig!"

Ein Leben mit Behinderung stellt einen JEDEN TAG vor Probleme. Manche lassen sich lösen. Mit anderen muss man erst lernen um zu gehen. Allein die Tatsache daß der Gatte nicht auf einen Rollstuhl angewisen ist macht noch lange nicht "alles gut". Und dann erst die wirklich nervenraubende Bürokratie! Ich habe noch nie so viele Amtsschimmel wiehren gehört wie die vergangenen Wochen.
Wie ich den Kindern eine offensichtliche Behinderung des Vaters verheimlichen soll, konnte mir die Person dann allerdings auch nicht erklären. Und letzter Satz fiel ausgerechnet zu einer Zeit als wir gegenüber der Krankenkasse noch um orthopädische Hilfsmittel kämpften und der Gatte wirklich große Probleme hatte sich längere Zeit auf den Beinen zu halten.


Nichts ist mehr wie es vorher war.
Niemand kann vorher sehen was einmal sein wird.
Dafür hat man aber all zu deutlich vor Augen was eben nicht mehr geht. Schneeballschlachten zum Beispiel. Überhaupt ist Schnee plötzlich ein wirklich großes Problem! Risikoreich und Unfallträchtig.
Mit den Jungs im Garten Fussball spielen, wild in der Gegend herum toben, das Laufen über unebene natürliche Flächen, und lange Ausschweifende Tagesausflüge.  So vieles was eben Familie und/oder den Sommer aus machte wird entweder überhaupt nicht mehr gehen, oder nur noch stark eingeschränkt.
Mir fehlt die Stärke des Mannes im Haushalt. Mal eben dieses oder jenes in den Keller schaffen. Wasserkisten oder Großeinkäufe schleppen, Möbel verrücken, ect. Wie es dem Gatten damit geht das alles nicht mehr zu können, davon möchte ich hier gar nicht erst anfangen.

Eine Behinderung eines Familienmitglieds wird letztlich von allen Familienmitgliedern getragen. Eine Wahl bleibt einem nicht. Und mit der Zeit wächst man einfach hinein. Doch es hinterlässt seine Spuren.
Der Große ist, gelinde gesagt, in letzter Zeit recht problematisch. Vom Schulproblem mal ganz zu schweigen.  Der Kleine nässt Nachts ins Bett und auch tagsüber ist längst nicht alles Paletti. Ich selbst schwanke bereits seit dem Jahreswechsel zwischen diversen Krankheiten, totaler Erschöpfung, Depression und absoluter Schlaflosigkeit. Und der Gatte flüchtet sich in jede kräfteraubende, nun risikoreiche Situation (z.B. Rosenmontag in die Kölner Innenstadt) die er bekommen kann.

„Oh großer Geist, hilf mir, nie über einen anderen Menschen zu urteilen, bevor ich nicht zwei Wochen lang in seinen Mokassins gelaufen bin.“
Ich möchte den Menschen sehen der sich unter der Situation NICHT verändert!



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