Montag, 31. Dezember 2012

Jahresrückblick 2012



Ääähhmmmm......

NÖ!

Mach ich nicht!

2012 war ein Arschloch!
Ende!
Aus!
Fertig!

Da möchte ich echt nicht drauf zurück blicken.
Nachher fühlt es sich noch eingeladen, noch ein paar Tage zu bleiben.
Und das will hier nun wirklich NIEMAND!




Samstag, 29. Dezember 2012

Weihnachten bei PhotoAuges: 2. Weihnachtstag

Wann weiß man daß man mit seinen Weihnachtsgeschenken für die Kinder richtig lag?
Zum Beispiel wenn ein gelber Kran auf den Tisch gefahren kommt und sich zum Frühstück eine Schokoglocke abtransportiert. :-D

Lego Technik

Oder wenn der Gatte sich alsbald den 5. Teil der Lego Heroica Saga schnappt und mühevoll zusammen puzzelt.

Lego Heroica

Lego Heroica ist als Rollenspiel gedacht. Im Sommer 2011 durfte der Gatte das große Grundset und eine weitere Zusatzwelt "testen". Er und die Kinder waren vom ersten Moment an hin und weg davon. Weihnachten gesellten sich die nächsten zwei Welten hinzu. Dieses Jahr erschien eine weitere Themenwelt, welche natürlich gleich in unseren Geschenkevorrat für Weihnachten wanderte.

Lego Heroica

In Heroica geht es um Monster und Helden.
Monster müssen besiegt werden, Könige befreit und Rätzel gelöst werden. Da das komplette Spiel aus Lego besteht, kann die Spielwelt immer wieder verändert und neu zusammen gestellt werden.  Meine Männer können stundenlang in dieser Welt versinken!

Lego Heroica
Lego Heroica
Lego Heroica

Anfangs reichte noch unser Wohnzimmertisch aus. Inzwischen müssen wir auf den großen Esstisch ausweichen. Und noch mindestens drei weitere Themenwelten werden erscheinen.

Lego Heroica

Zugegeben, meins ist dieses Spiel nicht. Ich habe einfach nicht die nötige Geduld um diese immense Zeit dafür auf zu bringen. Statt dessen wollte ich hier und da was erledigen, oder zwischendurch mal an meiner Mütze weiter stricken.
Doch es sollte alles ganz anders kommen.
Meine Männer versorgte ich mit einem großem Stapel Sandwichs und diversen Knabbereien, dann machte ich mich auf eine gute Freundin zu retten.

Lego Heroica

In einem Anflug von "heute ist nicht mein Tag" landete bei ihr erst ein Käsekuchen im Müll statt auf der Kaffeetafel, und eine Philadelphia Torte hatte keinen Boden mehr. Also packte ich mein Waffeleisen und machte mich auf den Weg sie bei der Bewirtung ihrer Gäste zu unterstützen. Stricken kann ich ja ein anderes mal immer noch........ 

Waffeln

Bei der Freundin habe ich dann auch noch ein bißchen echtes Tannenbaum Feeling ab bekommen. Aber wenn ich ehrlich bin, vermissen tue ich das dieses Jahr nicht unbedingt. Ist mein gemalter Weihnachtsbaum nach Weihnachten doch pflegeleicht zusammenfaltbar im Schrank zu "entsorgen". *grins*

Weihnachtsbaum

Freundschaften färben manchmal ab. Gute Freundschaften ganz besonders. Und so manch ein Anblick zaubert mir einfach nur ein seliges Lächeln ins Gesicht! :-)

Kaffeetisch

Einer der Gäste der Freundin hatte sogar noch einen roten Mon Cherie Stern für mich in der Tasche. Ganz artig habe ich mich gefreut und mich bedankt. Daß ich von allen Ferrero Klamotten ausgerechnet diese überhaupt nicht mag, kann ja keiner wissen.

Weihnachtssocke

Abend daheim nahm ich mir noch ein wenig Schokolade mit auf die Couch. Der Gatte dagegen etwas mehr. Kaum zu glauben, daß mir tatsächlich der kleine Haufen da gehört. Und das obwohl ich akuten Einmal-im Monat-Schokobedarf hatte!

Ohne Worte





Freitag, 28. Dezember 2012

Weihnachten bei PhotoAuges: 1. Weihnachtstag

Am ersten Feiertag hörte ich morgens, zur gewohnten Zeit gegen 7 Uhr, leise die ersten Kinderfüße trippeln. Wie am Abend zuvor verabredet suchten sie sich aus ihrem Geschenkestapel flüsternd jeweils einen Karton aus, nahmen ihn mit in ihr Zimmer, und schlossen leise wieder die Türe.

Zwei Stunden später rieb ich mir benommen den Schlaf aus den Augen. In der Wohnung war es ungewohnt still und friedlich. Die Jungs hatten sich ihr Lego Technik geholt und saßen hoch konzentriert zwischen kleinen Häufchen aus komplizierten Lego Einzelteilen und blauen Bauanleitungen auf dem Teppich. Hunger hatten sie keinen. Frühstücken wollten sie auch nicht. Und auch wir selbst waren irgendwie immer noch vom Raclette am Vortag satt. Gegen Mittag stellte ich deshalb einfach nur einen Weihnachtsteller auf den Tisch.

Weihnachts Frühstück

Der Große baute sein Lego völlig selbst zusammen. Musste aber doch fest stellen, daß Lego Technik schon eine andere Gewichtsklasse ist als das normale Lego.
Das Kindlein  versuchte es ebenfalls selbst und wollte sich zu Anfang auch auf keinen Fall helfen lassen. Das Fahrgestell seines Krans baute er immerhin auch völlig alleine zusammen.  Scheiterte dann aber an seiner Linkshändigkeit. Was in der Anleitung rechts angebaut wird, steckte er hin und wieder schon mal links an. Einfach weil er es links hielt.

Eine von vielen Fehlersuchen:

Lego Technik

Die Kinder hatten beschlossen einen Gammeltag ein zu legen. Besuch wurde keiner mehr erwartet und Verpflichtungen hatten wir auch keine. Ungekämmt und im Schlafanzug erschienen sie dann auch am späten Nachmittag zur zweiten Auflage des Weihnachts Raclette.

Weihnachts Raclette II.

Feststellung des Tages:
Satt ist ..... wenn immer noch was Schokolade geht!

Was mag wohl in den Socken stecken?

Weihnachts Socke
Weihnachts Socke

Während der Große schon lange fertig war, baute das Kindlein immer noch an seinem Kran herum. Immerhin hatte dieser eine Altersempfehlung von 8 bis 14 Jahren. Doch wann hätte sich das Kindlein jemals an eine Altersempfehlungen gehalten?

Lego Technik

Was war denn nun in den Überraschungspaketen vom Wunschbaum drin? 
Das Kindlein hatte in seinem Geschenk ein 3 in 1 Creator Set. Und der Große in seinem Karton eine Tüte. Und in diesem Karton einen Eimer frischer Grundbausteine. Gefreut haben sie sich beide wie die Schneekönige. Der Große ist schon lange auf solch einen Eimer scharf.
Ich dagegen bin erstaunt wie treffsicher völlig fremde Menschen Geschenke aussuchen können!

Überraschungs Lego

Nach vielen vielen Stunden des puzzelns und bauens, des zusammen steckens, wieder auseinander nehmens, Fehler suchens, und neu montierens war dann auch das Kindlein endlich fertig. Und vor Stolz gleich 2 Meter gewachsen. Trotz aller Schwierigkeiten hat er seinen Kran doch zu über 90% alleine gebaut. Ich habe fest damit gerechnet daß er wesentlich mehr Hilfe bräuchte.

Lego Technik


Mittwoch, 26. Dezember 2012

Weihnachten bei PhotoAuges: Heilig Abend

Heiligabend begann bei uns erst mal ganz entspannt. Ausschlafen und erst mal ganz langsam wach werden. Einkaufen war ich Samstags bereits ganz ganz früh. Was ein Glück! Nach allem was ich so gehört habe, war Montags echt überall noch mal richtig die Hölle los.

Unser selbst gemalter Weihnachtsbaum wurde über das Wochenende mit weißen Schneesternen und dicken roten Kerzen bebastelt. Was sollte man bei diesem Mistwetter auch groß anderes anfangen?! Nun erstrahlt er in ganzer Pracht und steht einem echten Baum in nichts nach.

Der gemalte Weihnachtsbaum

Zu Mittag gab es, ganz die Tradition, Würstchen mit Kartoffelsalat. :-)

Würstchen mit Kartoffelsalat

Am Nachmittag gesellte sich der Schwiegervater zu uns. Die Männer machten sich dann auf zur Familienmesse, während ich ungefähr 2 Stunden Zeit bekomme in Ruhe alles vor zu bereiten.
Dieses Jahr stapelten sich die Geschenke aus taktischen Gründen mal nicht unter dem Baum, sondern im Wohnzimmer.

Gabentisch

Unsere Geschenke erlebten übrigens noch eine wundersame Vermehrung. Von hier und da kamen noch einige Kleinigkeiten von Außerhalb hinzu.

Die Rocher Bäumchen ergänzen das ganze Geschenkband und Sternschnuppen Gewusel wirklich perfekt! Doch vor der Bescherung wurde erst mal geschlemmt.

Gabentisch
Gabentisch

Rocher Bäumchen haben auch unserer Festtafel wunderbar dekoriert. Auch wenn wir sie recht schnell wieder ab geräumt haben. So ein Raclette Grill und Schokolade sind halt nur bedingt kompatibel.

Weihnachts Raclette

Zu Weihnachten Raclette hat gute Chancen ebenfalls eine feste Tradition zu werden. In den vergangenen Jahren habe ich mich bemüht jedes Jahr etwas anderes zu auf zu tischen. Raclette gab es nun schon zum zweiten Mal in Folge, was bisher kein anderes Gericht schaffte. 

Weihnachts Raclette

Raclette ist einfach nur schön. Alle lieben es. Jeder kann sich genau das machen was er am liebsten mag. Was jemand nicht mag, kann er einfach aus lassen. Und jedes Mal kann man die Zutaten wieder etwas variieren, so daß es nie langweilig wird. Bis auf die Vorbereitung habe ich als Gastgeberin zudem kaum Arbeit und lange in der Küche stehen muss ich auch nicht.

Weihnachts Raclette

Als alle nach gefühltem stundenlangen Essen und Quatschen ausreichend gesättigt waren, versammelten wir uns um den bunten Gabentisch. Meine Weihnachtslotterie war ein voller Erfolg. Über eine Stunde lang haben wir gelost, ausgepackt, und uns gefreut. Die Bescherung wurde zu einem eigenen Spiel und blieb bis zum letzten Geschenk spannend.

Hier bekommt der Schwiegervater ein selbst gebasteltes Windlicht vom Kindlein.

Geschenke Lotterie

Freude pur beim Großen!

Geschenke Lotterie

Auch das Kindlein hat Grund zur Freude!

Geschenke Lotterie

Familienrat über dem Lego Karton.

Geschenke Lotterie

Ein Vogelhaus für den Opa.
(Und was hat er sich gefreut! Habe ich so echt nicht mit gerechnet.)

Geschenke Lotterie

Juhuuu! Ein Space Shuttle!

Geschenke Lotterie

Als alle Geschenke ausgepackt und in großen Stapeln sortiert waren, brauchten wir für den Schwiegervater eine große Kiste um seine Schätze transportieren zu können. Reich beschenkt und total selig trat er den Heimweg an. Laut seiner Aussage war dies der schönste Heilig Abend den er seit sehr langer Zeit hatte. Tja, lieber SchwiegerPaps, bisher warst Du auch noch nie bei uns!

Während die Kinder ihre ersten kleinen Geschenke zusammen bauten, kamen wir zur Feststellung des Tages: Kinderjubel kann Tinitus auslösen!
Wie nie zuvor haben die Jungs geschrien, gejubelt und gequitscht. Mir pfiff sogar am 2. Weihnachtstag noch das rechte Ohr!

Weihnachts Lego
Weihnachts Lego

Und dann war da noch dieses  GANZ BESONDERE Geschenk, welches plötzlich in unserem Wohnzimmer stand. Wie hatten wir DAS nur übersehen können? :-))

Geschenke Lotterie

Ein schöner Abend war es. Die Stimmung war friedlich weihnachtlich und hat für vieles aus der letzten Zeit entschädigt.

Freitag, 21. Dezember 2012

Vorweihnachtsfreude

In der Galeria Kaufhof steht nun schon seit vielen Jahren ein Charitybaum, behangen mit Kinderwünschen. Seit der Erkrankung des Gatten bemühe ich mich immer wieder um Hilfestellungen für unsere Familie. So kam es auch, daß ich für meine Lausebengel einen Wunschzettel ausfüllen durfte. Allerdings war dies schon recht früh im November. Über Wünsche hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gesprochen. So viele andere Dingen waren so viel wichtiger.
Lego, war ein spontaner Gedanke. Lego ist immer gut, mit Lego kann man nie viel falsch machen.

Diese Woche dann stand eine nette Dame einer Hilfsorganisation bei uns an der Tür und übergab mir zwei Geschenke. Eins davon so riesig, daß ich keine Chance hatte dieses bis Heiligabend verstecken zu können. Erst recht nicht wenn es bereits so wunderschön verpackt ist. Da außerdem Grußkarten an den Geschenken hingen, stellte ich sie kurzerhand ins Wohnzimmer und erzählte den Kindern eine Geschichte von einem Wunschbaum, für Familien denen es eben gerade nicht so gut ginge.  Und daß Menschen denen es besser ginge wo aber keine Kinder leben sich einen Kinderwunsch aussuchen könnten um Kindern denen es nicht gut geht ein Geschenk spenden könnten.

Vorweihnachtsfreude

Die Jungs haben sich wahnsinnig gefreut! Der Große war gar so überwältigt, daß zahlreiche Tränen flossen. Vor Freude und vor lauter Rührung. Ein so großes Geschenk! Von jemand völlig fremden!
Einfach Wahnsinn!

Das Kindlein dagegen sorgte beim Strudel essen unbeabsichtigt für den Brüller des Jahres!
Nicht ahnend daß ich im Keller bereits die verpackten Geschenke aus der Versteckecke nach vorn in reichweite geholt hatte, schickte der Gatte den Großen in den Keller. Als ich verzweifelt versuchte den Gatten mittels Geheimsprache auf zu klären, meinte das Kindlein plötzlich: "Ich glaube da sind die Geschenke!"

Vorweihnachtsfreude

Etwas entgeistert guckten der Gatte und ich das Kindlein an. Dieses jedoch erklärte obercool und pfurztrocken ohne jegliche Gefühlsregung, daß es ja wisse, daß es weder Weihnachtsmann noch Christkind die Geschenke besorgen, sondern dafür ja die Eltern zuständig seien. Das wäre neulich ja mal im Fernsehen gekommen. In der Servicezeit beim WDR.

Tja, so ist das also! Da macht man immer noch einen wahnsinns Bohei, verpackt Geschenke und Kartons des Nachts wenn die Kinder schlafen, damit sie ja nichts mit bekommen, und dann so was!
Im Bewusstsein das dies alles umsonst gewesen ist, fielen der Gatte und ich vor Lachen fast vom Stuhl. Dann bemerkte das Kindlein, daß auch der Große Bruder schon lange weiß was Sache ist. Dieser Blick war GOLD WERT und einfach zu komisch! Da hatte das Kindlein seit Wochen nichts gesagt, im Glauben der große Bruder wüsste nicht Bescheid. Während dieser bereits seit 2 Jahren dicht hält, weil der kleine Bruder noch glaubte.Die Bengel können ja sooo lieb zueinander sein, wenn sie möchten!
Vorweihnachtsfreude

Ok, dachte ich mir, wenn nun eh alle Bescheid wissen kann ich ja auch tagsüber an den Vorbereitungen arbeiten und bekomme im Dezember des Nachts endlich mal genug Schlaf ab.
Flugs wurden die bereits verpackten Geschenke zwei Tage eher in die Wohnung hoch geholt, wo sie sogleich ihren Stern bekamen.

Die Stimmung was gelöst und erheiternd. Während ich Paket um Paket mit bunten Bändern und Stenenschnuppen versah, hüpften die Kinder aufgeregt um den Tisch herum und rappelten an den Geschenken. Und im Gegensatz zu all den Jahren davor, lebte ich nicht nur von der Freude und dem Glanz in den Kinderaugen, sondern wurde auch noch mit zahlreichen Küssen, Danksagungen, Lobeshymnen und Knuddlern der Kinder überhäuft.

In den letzten Jahren haben wir es so gehalten daß die Kinder mit dem Auspacken ihrer Geschenke anfangen durften. Es wurde immer nur ein Geschenk aus gepackt, und derjenige welcher auspacken durfte nahm sich das nächste Geschenk und übergab es dem Empfänger. Da die Kinder grundsätzlich viel mehr Geschenke haben wie die Erwachsenen, verlief sich dieser Plan immer irgendwann im Sande

Dieses Jahr wollte ich die Spielregeln ein wenig ändern. Es geht Richtung wichteln. Jedes Geschenk hat eine Sternschnuppe mit Nummer erhalten. Auf der Rückseite steht der Name des Empfängers. In einer Stiefelsocke liegen die Lose. Reihum wird eine Nummer gezogen und das entsprechende Geschenk dem Empfänger übergeben.
Ich bin gespannt wie das werden wird!


Vorweihnachtsfreude

32 Geschenke sind es, trotz der Umstände, in diesem Jahr geworden. Natürlich nicht alle nur für die Jungs, aber doch die meisten. Mit viel Hilfe und Unterstützung von Außen!
Nachdem die Geburtstage der Kinder alles andere als fröhlich waren, bin ich unendlich dankbar dafür daß Weihnachten so werden kann wie fast immer.
Der Opa kommt vorbei, es geht in die Kirche, und wir werden wieder Raclette essen. Stundenlanges Geschenke auspacken, Schokolade naschen, Wein schlürfen, den Kindern beim Zusammen bauen helfen, und Abends selig ins Bett fallen.

Vorweihnachtsfreude

Das Fleisch wurde schon zu Beginn der Woche besorgt, lecker mariniert und auf Eis gelegt.
Von Rechts nach Links:
Minutensteaks vom Rind in Olivenöl, Thymian und groben Pfeffer
Minutensteaks vom Schwein in Kräuterpfeffer und Paprika
Putenfiletsteaks in Curry Paprika mit Oregano
Hähnchenfiletinis in Curry Mandras mit Koriandergrün
Für die Kinder gibt es noch Würstchen und Frikadellen dazu. Allerdings sind sie auch dem Fleisch nicht abgeneigt. Neben Raclette Käse liegen Unmengen verschiedener Weichkäse im Kühlschrank. Die neueste Leindschaft des Kindleins. Mit Preiselbeeren versteht sich. Dazu werde ich wieder mein Raclette Brot reichen. Und die Würzbutter gibt es dieses Jahr in Gugl Form.

Vorweihnachtsfreude

Eigentlich bin ich jetzt schon froh wenn dieser ganze Trubel wieder vorüber ist. Andererseits freue ich mich wahnsinnig auf Heiligabend. Ein paar Stunden alle Sorgen abstreifen und die Kinder in ihrem Glück beobachten.

Am zweiten Weihnachtstag wollte ich unter Umständen noch mit der Kamera in die Stadt. Die ganze Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt mal aufs Korn nehmen, ohne daß Millionen Einkaufswütige Weihnachtspaniker um mich herum (und teilweise auch in mich hinein) strömen.



Elternbasteln mit Nachspiel

Es ist nun schon eine ganze Weile her, daß sich die Klasse des Kindleins in der Schule traf um gemeinsam mit den Kindern weihnachtlich zu basteln. Genauer gesagt, war das sogar schon Ende November. Aber erst vor wenigen Tagen war die Geschichte wirklich zu Ende.

Eigentlich wollten die Lehrerin und ich so etwas nie nie nie nie wieder machen. Einst organisierten wir in der Chaos-Klasse des Großen ein Laternen Basteln. Wir dachten, so könnten die Eltern vielleicht mal besser in Kontakt miteinander kommen, und vielleicht würde sich die Stimmung innerhalb der Klasse sogar ein wenig verbessern.
Oh was haben wir dies bereut! Trotz entsprechender Elternbriefe hatte niemand, außer mir, hatte Flüssigkleber dabei. Schon mal versucht dicke Laternenpappe mit Klebestiften zu verleimen? Und meinen Kleber habe ich auf Teufel komm raus nicht heraus gegeben. Zuletzt hatte ich ihn sogar in meiner Hosentasche!
Alles redete beständig kreuz und quer durcheinander. Dabei sprach kaum eine Familie die selbe Sprache wie die andere Familie. Die Eltern schnibbelten und klebten wild drauf los. Während die Kinder sich sogar noch schlimmer benahmen wie zu Schulzeiten.
Die Lehrerin und ich hüpfen ständig von einem Tisch zum anderen um zu retten was eigentlich nicht mehr zu retten war. Und sagte man einer Mutter, sie solle mal bitte 2 Minuten warten man würde nur ein Werkzeug holen, machte diese ihren Murks bereits weiter sobald man sich auch nur um drehte.
Wie auf ein geheimes Kommando waren plötzlich alle Familien zur Türe heraus. Und die Lehrerin und ich räumten noch etwa eine Stunde lang mit laut klingelnden Ohren die Klasse auf.

Das Kindlein jedoch hat mit seiner Klasse sehr großes Glück gehabt. Die Eltern sind allesamt recht vernünftig, aufgeschlossen und interessiert. Die Kinder sind, bis auf eine einzige Ausnahme, sogar entsprechend gut erzogen. Damit kann man leben. Also wagten wir es doch noch einmal. Getreu dem Motto: Neue Klasse, neues Glück!

Basteln in der Schule

Wir organisierten eine nette kleine Mitbringparty. Jede Familie die kam, brachte etwas anderes mit. Ich  brachte eine große Keksdose voller bunter selbst gebackener Zuckersterne mit.

Basteln ist ja eher so Weiberkram. Doch der Gatte langweilt sich derzeit sooo sehr, daß er nicht nur mitkam, sondern auch noch kreativ tätig wurde. Der Große guckt entsprechend skeptisch aus der Wäsche. Er kommt so langsam in die Phase, wo Eltern eben peinlich werden. ;-) 

Basteln in der Schule

Ich selbst war an diesem Nachmittag erstaunlich arbeitslos.
Die anwesenden Eltern waren das basteln alle mehr oder weniger gewohnt. Niemand handelte völlig ohne Plan. Und wer wirklich einmal nicht weiter wusste, der fragte sogar nach. Ungewohnt für mich.
Auch jammerte mir niemand die Ohren voll, wie schrecklich doch diese Schule sei. Und was denn alles mal überhaupt nicht gehen würde.
Niemand ging einfach so. Alle verabschiedeten sich von uns. Viele halfen sogar noch beim Aufräumen.

Nur bei einer Mutter fragte ich mich, allerdings nicht zum ersten mal, was wohl in ihrem Kopf vorgehen mag. Ihr Kind hatte einen Stiefel gebastelt. Das kleinere Geschwisterkind ebenfalls. Das Geschwisterkind durfte seinen Stiefel nun mit nach Hause nehmen, während das Große Kind seinen Stiefel doch bitte in der Schule zu lassen habe. Häh? Klar, daß das ne Szene gab! Entweder beide, oder keiner. Eine andere Gerechtigkeit schließt sich bei Kindern dieses Alters schlichtweg aus.
Ich konnte schließlich schlichten. Doch während das Kind mich dankbar anblickte, hätte die Mutter mich wohl am liebsten erschlagen. 

Basteln in der Schule

Eine andere Mutter kam noch auf die Idee man könne ja ein bißchen Geld sammeln um unseren Lehrerinnen Weihnachtsgeschenke zu machen. Warum bin ich nicht auf diese Idee gekommen? Vielleicht weil ich während der Zeit des Großen bei dieser Lehrerin mit solchen Ideen immer alleine da stand. Daß jetzt jemand völlig anderes auf die Idee kommt ist wie eine Offenbarung.
Die anwesenden Eltern zogen ausnahmelos mit. Die anderen Eltern wurden kurzerhand angerufen oder angeschrieben. Lediglich eine einzige Familie beteiligte sich nicht.

Leider kenne ich weder Hobbies noch Lieblingsfarben oder persönliche Vorlieben unserer Lehrerinnen. Auch daß das Geld über einen Zeitraum vom zwei Wochen kleckerweise bei mir ein trudelte machte es etwas schwierig. Irgendwann entschied ich mich deshalb für eine Präsentkiste. Sollte doch noch Geld dazu kommen, kann man die Kiste einfach entsprechend auf stocken.

Frohe Weihnachten

Weihnachtlich wollte ich es halten. Mit Dingen, die man vielleicht nicht jeden Tag hat.
Auf dem Weihnachtsmarkt ließ ich deshalb für jede der Damen eine Tasse mit Namen gravieren. Gut wenn man sich mit der Schulsekretärin versteht und so an die Vornamen kommt! Hinzu kamen handgemachte Bonbons vom Weihnachtsmarkt, ein Wintertee, ein Schmuckdose mit Marzipanfüllung, eine weihnachtlich Packung Danke Schokolade, feine Spekulatiuscreme fürs Frühstück, ein wenig Schokolade der Marke Moser Roth *hust*, eine kleine Stange beschwipste Kirschen, ein Schutzengelbleistift, und aus eigener Herstellung noch ein Glas Trinkschokolade, Glühweingelee und Rocher Bäumchen.
Das ganze musste nun nur noch Kinder- und Transportsicher verpackt werden.

Frohe Weihnachten

Bei der Weihnachtsaufführung der Kinder in der Schule baten wir die Eltern der Klasse bitte nicht gleich zu verschwinden, sondern noch kurz mit in die Klasse zu kommen. Feierlich wurde den Lehrerinnen die Kisten überreicht. Diese waren ebenso überrascht, wie überwältigt, und auch ein kleines bißchen verlegen.
Mission geglückt! :-) 

Frohe Weihnachten






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