Montag, 26. November 2012

Knock Out


Weibliche "Unpässlichkeit".
Ein nicht unbedingt angenehmes Lehrergespräch.
Eine schlaflose Nacht.
Ein aus Satz 2 und 3 resultierender Migräneanfall.
Und oben drauf dann noch ein grippaler Infekt.

Jedes für sich würde nach den letzten Monaten schon genügen um mich dezent in die Horizontale zu bringen. Alles zusammen, innerhalb nur weniger Tage, führte zum totalen Knock Out. Zwischen Bett, Couch und Bad war beinahe schon jeder Schritt einer zu viel.

Weihnachten naht mit viel zu großen Schritten. Bastelnachmittag in der Schule. Weihnachtsfeier für die Kids beim FC. Der Schwiegervater fragt nach Heiligabend. Same Procegere at every Year.......
Nur die Sorgen wollen und können einfach nicht kleiner werden.

Und dann kommt man irgendwann an den Punkt, wo man sich fragt:
Wozu noch kämpfen?
Warum immer dies und jenes machen oder tun?
Aufgeben und nichts machen wäre so viel einfacher!


Sonntag, 18. November 2012

St.Martin II.

Noch so ein Nachtrag: St.Martin in der Schule.

Irgendwie nicht halb so schön wie die Martinsfeier beim 1.FC Köln neulich. Obwohl die Teilnehmerzahl in ungefähr gleich sein dürfte. Warum?

St.Martin

Weil sich die ganze Schule (13 Klassen oder Gruppen) auf dem abgeschlossenen Innenhof (auch der "kleine Schulhof" genannt) versammelte und sich ALLE Teilnehmer erst durch eine Doppeltüre drängen müssen wenn der Laternenumzug dann endlich los geht. Und weil es keine geordente Aufstellung der Klassen gibt. Alle gehen gleichzeitig los, alle drängen und schieben, und drücken und.......

......Duisburg lässt freundlich grüßen. Schon seit Jahrzehnten geht das an dieser Schule so. Genau genommen seit ICH diese Schule einst besuchte. Mich wundert ehrlich daß da nie etwas schlimmeres passiert ist, wie eine zerdrückte Laterne oder verlorene Handschuhe!

Ich bin als Ordner und Schlußlicht der Gruppe der Förderschule mit gegangen. Heißt, ich bin hinter unserer Gruppe her gelaufen, habe die Quaschmütter mit Kinderwagen zur Eile angetrieben, oder verlorene Kinder eingesammelt und wieder zur Gruppe gebracht. Ein echtes Highlight war eine Oma, gehbehindert und am Stock humpelend, welche aber unbedingt mit gehen musste. Und natürlich das Tempo der Kinder nicht halten konnte. Die absolute Krönung war aber die Mutti mit Kinderwagen, die irgendwann bemerkte daß ihr Kleinkind einen Handschuh verloren hatte, und mitten im Zugweg stehen blieb um panisch nach dem Handschuh zu suchen. Die nachfolgenden Klassen strömten rechts und links an uns vorbei. Gedränge kam auf, ect. Nach der dritten Aufforderung bitte weiter zu gehen, habe ich mir die beiden Laternenkinder der Frau geschnappt, mich mit ihnen wieder in unsere Gruppe eingeordnet und die Mutti sich und ihrem verlorenen Handschuh überlassen. 

St.Martin

Fix und fertig mit den Nerven kamen wir endlich am Feuer an und ich war froh die Verantwortung bald wieder los zu sein. Und was bin ich froh daß meine Jungs groß, selbständig und vernünftig genug sind , inzwischen auch ohne meine Begleitung in ihren Gruppen mit zu laufen.

Als die Klassen in ihre Klassenräume gingen um den Weckmann in Empfang zu nehmen, kam das Kindlein auf mich zu, drückte mir seine Laterne in die Hand, und verschwand wieder in der Menge. Er wollte sich nur das Feuer noch ein wenig ansehen, war seine unschuldige Erklärung. Hilfe, meine Nerven! Daß dieses Kind aber auch immer seinen eigenen Weg gehen muss!

St.Martin


Nach dem offiziellen Teil zogen eine Freundin und ich noch zusammen mit den Kindern um die Häuser. Martinssingen, nennt man diese Tradition hier. Die Kinder gehen von Haus zu Haus, und tragen Lieder vor. Belohnt werden sie mit Süßigkeiten, Obst wie Äpfeln und Orangen, oder auch Nüssen.
Schon wenige Kilometer außerhalb von Köln ist diese Tradition meist wieder völlig unbekannt, wie wir einst verwundert fest stellen mussten. Von klein an in den Bräuchen verwurzelt ist einem gar nicht bewusst daß so manches regional begrenzt ist.


St.Martin

Spät am Abend kamen wir heim.
Der Gatte fragte: "Und, wie war es?"
Die Kinder antworteten: "Toooolllllll!"
Von mir war nur noch ein leises Stöhnen zu vernehmen.

Fazit: Es muss gut gewesen sein! :-))

Blätterrauschen im Tannenwald

Weihnachten naht. Auch wenn man eigentlich keine Lust drauf hat. Weil der einzige Wunsch den man im Herzen trägt unerfüllbar bleibt.
Aber wenn es draußen langsam grau und kalt wird, und die Blätter beginnen zu fallen, sollte man vielleicht doch mal (die im Frühling gebastelte) Blumendeko aus den Fensterscheiben nehmen.

Und weil die Sehnsucht gerade dann am schlimmsten wird, wenn schon fast alles überstanden ist, lenkte ich mich und die Jungs die letzten Tage vor des Gatten Heimkehr mit basteln von Winterdeko ab.

Also wurde das Tausend-Bastelbücher-Orakel  befragt.....

Dinge die da kommen werden ....

.....in zwei Bastelläden Papier besorgt (weil diese von unterschiedlichen Herstellern beliefert werden und somit die Farbpalette erweitern)......

Dinge die da kommen werden ....

........die Bastelkiste gepackt.........

Dinge die da kommen werden ....

.......nach dem Hundertsten blättern endlich eine Idee gefunden......

Dinge die da kommen werden ....

.......um dann, mal wieder typisch Familie PhotoAuge, doch wieder ein ganz eigenes Ding zu kreieren!

Dinge die da kommen werden ....

Wenn man das Ergebnis dann an der Fenster sieht, kann man vielleicht auch nachvollziehen warum ich in gleich zwei Bastelläden mein Papier besorge. Weil z.B. Grün eben nicht gleich GRÜN ist!

Blätterrauschen im Tannenwald

Die Kinder haben derweil einen bunten Stapel Vorlagen zum Schnibbeln bekommen. Im Hintergrund trällerten Rolf und seine Freunde die ersten Winterlieder und verbreiteten eine heimelige Stimmung. 

Blätterrauschen im Tannenwald

Mein Gott, was sind die Jungs doch groß geworden!
So in etwa dachte ich den ganzen Tag immer wieder. Die Bastelarbeiten zeigen kaum noch Ecken oder Kanten. Selbst beim schlauen Linkshänder nicht. Und die Schere gleitet mit Schwung durch das Papier.

Blätterrauschen im Tannenwald

Mit Hilfe von 12 Kilometer Klebeband haben wir dann aus vielen Bäumen und wenigen Figuren eine kleine Winterlandschaft ans Fenster der Jungs gezaubert. Die Gardine wurde durch einen Himmel aus doppelschichtigen Krepppapier ersetzt, durchzogen von einer Lichterkette, aus welchem sich kleine Sterne und Schneeflocken auf den fiktiven Boden stürzen.

Blätterrauschen im Tannenwald

Nur die Lichtverhältnisse waren fotografisch etwas ungünstig. Da ändert auch alles nachbearbeiten nichts dran.

Blätterrauschen im Tannenwald

Weil es bei den Kindern so hübsch aus sah, sollte auch "mein" Winterwald im Wohnzimmer noch ein paar Accessoires erhalten.......

Blätterrauschen im Tannenwald

......und wurde mit einer Kirche, Häusern und vielen kleinen Tannen aufgefüllt.

Blätterrauschen im Tannenwald

Und NEIN, bei uns im Rheinland ist es inzwischen auch nicht mehr grün an Bäumen und Sträuchern. Die Aktion (und damit auch die Bilder) ist tatsächlich schon etwa drei Wochen her, wurde aufgrund von Zeit- und Motivationsmangel nur noch nicht verbloggt. ;-)

Blätterrauschen im Tannenwald



Samstag, 10. November 2012

St.Martin beim 1.FC Köln

Ihr Kinderlein kommt, oh kommet doch all.
Zur Martinsfeier beim FC, am Rhein Energie Stadion!

St.Martin beim 1.FC Köln

Und die Kölner Familien kamen.
Trotz Schmuddelwetter, Dauerregen und dem üblichen Verkehrskollaps während der Rush Hour.

Begrüßt wurden wir von netter Musik. ein paar Mädels der Frauenmannschaft, und dem Geißbock. Gespielt wurden Kinder- und Martinslieder. Laut genug um in der Menge nicht unter zu gehen, leise genug um Kinderohren nicht zu überfordern. 

St.Martin beim 1.FC Köln

Die Sponsoren des Vereins gaben sich die Ehre, die Kinder zu beglücken.
Jedes Kind bekam eine kostenlose Laterne von der Rhein Energie, wenn sie denn wollten.
Die Bäckerei Kamps stiftete unzählige Weckmänner.
Jedes Kind bekam kostenlos einen warmen Kakao.
Und Heißgetränke für die Eltern (Glühwein, Tee) wurden für familienfreundliche 0,50€ aus gegeben.

St.Martin beim 1.FC Köln

Die Martinsfeier wird nun schon einige Jahre veranstaltet. Der Große war dieses Jahr zum ersten Mal dabei. Ein paar Stunden lang waren alle Sorgen vergessen und dem Kind ging es einfach nur gut.

St.Martin beim 1.FC Köln

Fast scheint es, als würden die Familien sich brav in die markierte Fläche stellen.

St.Martin beim 1.FC Köln

Doch der Schein trügt. Denn darüber befindet sich ein schützendes Vordach. ;-)

St.Martin beim 1.FC Köln

Mit St.Martin und Kapelle ging es einmal ums Stadion herum. Daß es immer noch Bindfäden und junge Hunde regnete, störte dabei fast niemanden.
Ich konnte derweil meine Kamera noch ein wenig kitzeln. Ein Bild bei Dunkelheit, mit wenig Licht, sich bewegenden Zielobjekten, ohne Stativ!

St.Martin beim 1.FC Köln

Das Martinspferd hatte einen schicken Vereinschal um den Hals gebunden. Leider hatte es ein solch dunkels Fell, daß ich es bei den miserablen Wetterverhältnissen absolut nicht scharf ins Bild bekommen habe.

St.Martin beim 1.FC Köln

Das Feuerschen war nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Zum Schutz der Pflastersteine war es gut mit Sand unterschüttet. Und vor dem Entzünden war das Brenngut mit großen Planen gegen die Nässe geschützt worden.

St.Martin beim 1.FC Köln

Für den Weckmann mussten wir zwar ziemlich lange anstehen, dafür aber hatte er eine echte Pfeife. Zur Freude der vielen Kinder, die ein irres Pfeifkonzert veranstalteten!

St.Martin beim 1.FC Köln

Zum Abschluß gab es für das Kind noch ein kleines Schnäppchen. Ein FC-Lenkdrache aus dem (natürlich geöffnetem) Fanshop. Zum Sonderpreis von nur 5€! (Original 15€)

St.Martin beim 1.FC Köln

Schön war es! Gut organisiert. Absolut friedliche Stimmung.
Obwohl das Kind schon eher zu den älteren dort gehörte, wird es bestimmt nicht unser letztes Mal gewesen sein. Wen stört schon der Regen wenn das Kind glücklich ist?

St.Martin beim 1.FC Köln





Samstag, 3. November 2012

Köln - Friedhof Melaten

Im Großraum Köln gibt es mehr wie 1001 Möglichkeiten sich fotografisch aus zu toben. Köln ist eine alte Stadt. Köln erzählt dem aufmerksamen Betrachter an jeder Straßenecke ein Stück seiner bewegten Geschichte.
Wer sich jedoch nach Ruhe und Stille seht, der sollte Friedhof Melaten im Kölner Stadtteil Lindenthal mal einen Besuch ab statten.

Die Geschichte des Melaten Friedhof reicht bis ins 12.Jahrhundert zurück.
Einst war das Gelände ein Leprosenheim, später Hinrichtungsstätte, und wird erst seit etwa 200 Jahren als Friedhof genutzt.

 Friedhof Melaten besuche ich nun schon seit vielen Jahren.
Hier habe ich einst die Fotografie für mich entdeckt. Inzwischen begleitet mich bereits die dritte Kamera. Und mit jeder neuen Kamera habe ich hier an meinen Fähigkeiten gefeilt, mein Auge geschult, oder mir neue Techniken angeeignet. Egal welchen Schwerpunkt die eignen Interessen gerade haben, Motive dazu finden sich immer reichlich.

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Melaten ist mehr als nur ein Friedhof.
Melaten ist Grünanlage, Biotop, Begegnungsstätte,  Ausflugsziel, Geschichte.
Hier komme ich her, wenn ich keine Kraft mehr habe. Wenn mir alles über den Kopf zu wachsen droht. Wenn Probleme einfach keine Lösung finden wollen. Wenn ich Abstand und ein wenig Ruhe brauche.
So ist es kaum verwunderlich daß es mich auch in diesen schweren und unsicheren Zeiten immer wieder nach Melaten zieht. 

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten ist riesig!
Umgeben von einer hohen Mauer wird dieser Ort mit seinem unglaublich altem Baumbestand zu einer Insel der Ruhe inmitten der Millionenstadt Köln.

Seine 435.000 m² beherrbergen heute ca. 55000 Grabstellen.
Wie groß das wirklich ist, schaut man sich am besten auf Luftbildern an. 
Neben den historischen, vielfach unter Denkmalschutz gestellten Bauten und Statuen finden sich  Prominetengräber ebenso wie Kriegsgefallenen Gedenkstätten und auch unzählige Gräber der Otto-Normal-Bürger Kölns.

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Dirk Bach hat hier vor wenigen Wochen seine letzte Ruhe gefunden.
Bei meinem letzten Besuch habe ich sein Grab allerdings nicht gesehen. Seine Familie hat ein schlichtes Urnengrag gewählt. Wenn man auf Melaten nicht ganz genau weiß wo sich ein bestimmtes Grab befindet, sucht man mitunter Jahre danach.
Köln Tourismus hat es wohl schon gefunden. Ganz zufällig, wie in einem Statement gegenüber der Presse geäußert wird. Dennoch ist es bereits Bestandteil der sogenannten "Prominenten-Führung" auf Melaten. Kostenpunkt: 9€!

Wie ich das finde?
Ich könnte Kotzen!
Als Fotograf auf einem Friedhof bemühte ich mich, niemandem unangenehm auf zu fallen. Von Beerdigungen halte ich mich fern. Ich bemühe mich Trauernden oder Angehörigen bei der Grabpflege nicht zu nahe zu treten. Frische Gräber sind für mich tabu. Für viele ist die Vorstellung das Grab eines geliebten Menschen auf einem Bild wieder zu finden einfach befremdlich.

Köln Tourismus scheint solche Skrupel nicht zu kennen. Dirk Bach ist erst vor wenigen Wochen verstorben. Man sollte Familie und Freunden die Zeit gewähren ihre Trauer verarbeiten zu können, ohne Furcht haben zu müssen an der Grabstelle einer Touristenführung in die Arme zu laufen. Die Grabstelle läuft nicht weg! Man könnte sie auch erst in ein paar Monaten ins Programm mit auf nehmen, wenn der Schmerz der Angehörigen bereits etwas verblasst ist.

Friedhof Melaten / Köln

Obwohl ich nun schon so lange Zeit immer wieder her komme, und mich schon längst nicht mehr verlaufe, entdecke ich doch mit jedem Besuch immer noch Ecken die ich noch nicht kannte. Motive, die ich noch nie wahr genommen hatte. Oder auch welche die, je nach Jahreszeit, eine ganz unterschiedliche Wirkung zeigen.

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Melaten hat zu jeder Jahreszeit seine Reize.
Engel im Schnee sind einfach etwas wundervolles. Wenn wir denn in Köln mal genug Schnee abbekommen! Im Frühling erblühen erst die Gräber, dann die Bäume. Im Sommer dominiert ein sattes Grün, im Wechselspiel mit Licht und Schatten. Und der Herbst vermittelt etwas von Verfall und Vergessen.

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Wie die Friedhofsgärtner mit solchen Laubmassen fertig werden?
Mit Schaufelbaggern. Ganz ohne Witz!

Friedhof Melaten / Köln

Manches Motiv lädt gar zum Spielen ein. Die eignen Fähigkeiten aus reizen. Oder die Möglichkeiten der Kamera. Letztlich kann man sich dann nicht entscheiden welches Bild man veröffentlichen will und zeigt deshalb gleich alle drei! :-)

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln

Überhaupt, ich liebe diese Gegenlicht Spielchen. Und ich liebe meine aktuelle Kamera dafür, daß sie dies so grandios mit macht. Zumal die goldene Oktobersonne ein wirklich interessantes Farbspektrum liefert.

Friedhof Melaten / Köln

Friedhof Melaten / Köln


Die übliche Teepause.
Wer stundenlang in "freier Wildbahn" fotografiert sollte nicht nur an den Akku der Kamera denken, sondern auch an seinen eignen zwischendurch mal aufladen.

Friedhof Melaten / Köln

Schon eigentlich auf dem Heimweg passierte dann noch etwas, auf daß ich gern verzichtet hätte. Was aber irgendwie auch schon lange überfällig war. Und was einfach verdammt gut in dieses besch...... verf..... Jahr passt!
Die Augen auf die historische Trauerhalle gerichtet, haben meine Füße zuverlässig das einzige Schlagloch auf diesem Weg gefunden, und mir glatt die Beine weg gerissen.

Friedhof Melaten / Köln

Die Kamera flog im hohen Bogen aus meiner Hand und schlitterte über den Asphalt. Meine Knie schlugen nicht minder hart auf. Da saß ich dann erst mal auf dem Boden der Tatsachen und musste meine Sinne sortieren. Mein Kopf war gerade eben doch noch 1,50m weiter oben!?

Geholfen hat mir (wen wundert es?) ein anderer Fotograf. Nachdem er sich nach meinem Befinden erkundigt hat, hob er behutsam meine Kamera auf und vermeldete "Das Objektiv ist noch heile und ein schalten lässt sie sich auch noch". Puuhhh!
Der nette Mensch hat mich dann noch bis zur Bahn begleitet. Der lange Heimweg mit dem ÖPNV, durch die Kölner Rush Hour, mit drei mal Verkehrsmittel wechseln, war dann aber leider noch äußerst schmerzhaft.


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