Dienstag, 30. Oktober 2012

Vier Wochen

In vier Wochen kann das Wetter von warmen Spätsommer, über Herbst, bis hin zum ersten Wintereinbruch wechseln.

Kinder können in vier Wochen aus ihrem gesammten Klamottenbestand hinaus wachsen. Und Kinderhaare können in dieser Zeit sogar um sagenhafte 15 mm zu legen.

Vier Wochen, das sind 28 einsame Nächte, in denen Schlaf eher ein seltener Gast war. Und in schlaflosen Nächten hat man viel zu viel Zeit zum Grübeln, Nachdenken, Zweifeln, in Frage stellen.

Vier Wochen können furchtbar viele Veränderungen mit sich bringen. Kleine naive Kinder können erschreckend erwachsen und selbständige Persönlichkeiten werden. Mit allen, nicht immer angenehmen, Begleiterscheinungen die eine solche Selbständigkeit mit sich bringt.

Die Nachbarschaftliche Gerüchteküche kann in vier Wochen wirklich unglaubliche Süppchen zusammen kochen. So hatten die Freundin, welche den Gatten samt schwerem Koffer zur Klinik gefahren hat, der Gatte und ich auch in diesen schweren Zeiten zumindest kurzweilig etwas worüber wir herzhaft lachen konnten.

Nach vier Wochen möchte man alle Menschen, die einem mit Begriffen wie Hoffnung, Lebensmut, Kraft und Stärke kommen am liebsten auf den Mond schießen. Man kann mehr Anzeichen für eine Erschöpfungs-Depression an sich erkennen, als einem lieb ist. Und so ganz nebenbei.........


Nebenwirkung




Samstag, 27. Oktober 2012

Geburtstagskind 10.0

Geburtstage sind eigentlich ein Grund zur Freude. Zumindest wenn man noch Kind ist.
Das große Kind jedoch leidet unter der Trennung vom Papa. Und unter dem Regiment seiner Lehrerin.
Schweren Herzens gab ich deshalb dem Wunsch des Kindes nach, nicht in der Schule feiern zu wollen. So stimmte uns auch keine Give Away Bastelei auf den Festtag ein. Mit vielen Sorgen im Kopf band ich den Schnuppkram an die Hände der Geburtstagsstuhlhusse.

Geburtstagskind 10.0

Wehmut auch am Geburstagsmorgen. Zehn Kerzen stecken auf dem Kranz. Zum ersten mal ist der große Kranz komplett voll. Zweistellig! Schon soooo groß!

Geburtstagskind 10.0

Dem Kind ging es leider überhaupt nicht gut. Die letzten zwei Monate haben ihre Spuren hinterlassen. Und das Kind ist emotional gerade völlig mit sich überfordert. Am Geburstagsmorgen ging dann gar nichts mehr, so daß ich das Kind krank meldete.

Der größte Wunsch: Papa nach Hause holen! 

Geburtstagskind 10.0

Geschenke und Kuchen.
Sowohl das eine, als auch das andere sollte eine Überraschung enthalten.

Geburtstagskind 10.0

Die Überraschung unter dem Papier?
Nein, nicht das Lego. Das war dem Kind bereits vorher klar. Die Überraschung waren die Brotdosen vom Lieblingsclub. Damit hat das Kind nämlich nicht gerechnet! :-)

Und die Überraschung im Kuchen? Die folgte erst am Nachmittag.

Geburtstagskind 10.0

Wenn der Papa nicht zum Geburtstag kann, dann muss der Geburtstag eben zum Papa gehen.
Deja vu? Richtig! Das hatten wir bereits vor sechs Wochen einmal. :-/

Also noch einmal einen kompletten Geburtstag in eine Tasche gepackt. So langsam bekomme ich Übung darin. Trotzdem könnte ich beim nächsten Geburstag in der Familie auch gern darauf verzichten.

Geburtstagskind 10.0

Das Wetter hat sich für diesen besonderen Tag leider perfekt unserer Stimmung angepasst. Regengrau und irgendwie trostlos. Selbst das Zimmer mit Aussicht hatte keinen schönen Ausblick für uns auf Lager.

Geburtstagskind 10.0

Kerzen auspusten die Zweite.......

Geburtstagskind 10.0

Und die Überraschung?
Die hatte der Kuchen in seinem Innersten für uns bereit gehalten.
Als ich das Muster gesehen habe, war ich ziemlich baff.

Geburtstagskuchen Schwarz Weiß

Nur mal so zum Vergleich:
Rechts das Original, Links meine "Fälschung"!

Geburtstagskuchen Schwarz Weiß

Kurze Momente der Freude:
Halloween Ü-Eier und Lego Special vom Opa!

Geburtstagskind 10.0

Trotz aller Bemühungen, eine gewisse Schwermut ließ sich einfach nicht vertreiben. Es fühlt sich gar nicht wie "Geburtstag" an, meinte das Kind, und war schon wieder den Tränen nahe.

Geburtstagskind 10.0

Wenigstens der Kuchen hat super geschmeckt!
(Und wird wahrscheinlich demnächst mal in bunt verexperimentiert.)

Geburtstagskind 10.0

Der Abschied ist wie immer schwer gefallen.
Aber bald ist unser Papa wieder zu Hause.
Wir können es kaum noch erwarten!


Dienstag, 23. Oktober 2012

Ferienrückblick

Eigentlich...... ja, eigentlich wollte ich in den Herbstferien ganz furchtbar viel erledigt bekommen.
Schlafzimmer ausmisten z.B. Oder Keller aufräumen. Mit dem Großen Mathe und Diktate schreiben üben. Dem Kindlein weitere Einmaleis Reihen beibringen. Fenster putzen, Kleiderschränke ausmisten, Milka Taschen nähen, einen Geburtstag vorbeireiten, und vieles vieles mehr.

Tatsächlich aber haben mich die letzten Wochen verdammt viel Kraft gekostet.
Vor den Ferien graute es mir noch davor. Zwei Wochen ohne Schule und ohne Vater/Partner!
In den Ferien dann war ich froh darüber zwei Wochen lang nichts von dieser "speziellen" Lehrerin hören zu müssen. Oder morgens einfach mal liegen bleiben zu können wenn Kraft und Motivation so gänzlich fehlten.
Letztendlich haben wir nichts von all dem oben genanntem angegangen.
Kräfte sparen war statt dessen angesagt. Und wenn möglich, sogar ein wenig Kraft wieder auftanken.

Erste Ferienhandlung:
Wir haben uns einen ordentlichen Vorrat an Wintertee zu gelegt.

Tee

Anekdote am Rande:
Ich saß mit den Kindern nach einem Ausflug bei beginnender Dunkelheit an einer Bushaltestelle. Die Kinder schlürften gerade die letzten Reste Tee aus dem Thermobecher, als ein Bus hielt. Nicht unserer, also blieben wir sitzen. Doch dann traf mich aus diesem Bus heraus der Blick einer Frau. Pures Entsetzen! Die Frau muss angenommen haben, ich lasse meine Kinder Kaffee trinken! Wer kommt auch schon auf die Idee, daß ich diesen Becher ausschließlich für Tee nutze?
Seit dem schneide ich immer die Zettelchen von den Teebeuteln ab und hänge diese gut sichtbar an den Behälter. Nicht daß da mal jemand auf die Idee kommt mich belehren zu wollen.

Bratapfel

Seelenfutter:
Die ersten Weihnachtssüßwaren zu einem leckerem Bratapfel am ersten wirklich kalten Abend.


Apfel Marzipan Streusel Kuchen

Verzweiflungstat:
Unglaubliche Lust auf Apfelkuchen. Und Streusel. UND MARZIPAN!
Aber keine Lust auf die üblichen Rezepte.
Das Rezept vom Himbeerkuchen genommen und die Küche nach verwertbaren Zutaten abgesucht. Himbeeren gegen Äpfel ausgetauscht, Naturjogurt durch Straziatella Jogurt ersetzt, keine Marzipanrohmasse mehr gehabt aber ne Tüte Marzipankartoffeln, die Käsecreme mit viel Zimt aufgepeppt, und statt Rosmarin ordentlich Vanille in die Streusel getan.

Apfel Marzipan Streusel Kuchen

Kraftort:
Väterchen Rhein!

Rheinpark

Inne halten:
Mit den Kindern auf dem Balkon sitzen, diesem grandiosem Sonnenuntergang beobachten und dabei über die Gerechtigkeit des Universums philosophieren.

Oktober Himmel

Ferienkinder:
Das Bettzeug einfach mal auf den Boden legen und "campen"!

Ferien Camping

Notwendiges Übel:
Klamottenkauf für den Winter.
In Köln. In der Innenstadt. Ich allein mit zwei Kindern! *stöhn*
Erledige ich ja viel lieber hier daheim vor Ort. Aber unser Schuhgeschäft hat gerade wegen Umbau geschlossen, der Große braucht für die Schule (für max. sieben mal Schlittschuhlaufen!) ein WENIG "Ausrüstung" (könnte ich mich stundenlang drüber aufregen), und die Kinder wollten unbedingt noch einmal in den Lego Store.

Shoppingbeute

Ein Bommel für das Kindlein:
Nein, nicht selbst gesrickt. Dennoch war es Liebe auf den ersten Blick. Das Kindlein entdeckte diese Bommelmütze im Geschäft, zog sie sich über und lief damit zum nächsten Spiegel. Ein zuckersüßes (teuflisches) Grinsen folgte, welches das halbe Geschäfte zum schmunzeln brachte. Sogar 2€ Taschengeld wurden geopfert, denn diese Mütze lag eigentlich oberhalb meiner Schmerzgrenze.

Mütze

Ferienprojekt Freizeitpark:
Mit Parkplatz, U-Bahn Haltestelle, Tretbot See, Aussichtsplattform, Kontrollzentrum, Toiletten, Picknickplatz, und Restaurant. Die Jungs haben fast die ganzen Ferien dran gebastelt. Und immer wieder etwas ergänzt, verändert, abgerissen und neu erschaffen.
Zwei Besuche im Lego Store waren nötig um den Park fertig zu stellen. Es wurde sogar Taschengeld geopfert um  noch weitere Bauplatten und Einzelsteine kaufen zu können.

Lego Freizeitpark

Diese süßen Tierchen wohnen auch im Park:

Lego Freizeitpark

Strickprojekte:
Schlaflos bin ich derzeit oft. Die Gedanken kommen nicht zur Ruhe. Das Bett ist zu leer. Die Kinder schlafen schlecht und geistern herum. Und ich fühle mich schrecklich einsam.
In diesen Nächten bin ich unglaublich dankbar dafür zu Beginn des Jahres mit dem Stricken angefangen zu haben. Stricken beruhigt die Gedanken und lenkt von der Einsamkeit ab.
Derweil ist die erste Socke fertig geworden!

Spiralsocke

Zwischendurch wäre es ja fast noch ne Armstulpe geworden. Dieser Spiraleffekt gefällt mir unglaublich gut!

Spiralsocke

Auch der Wunschschal des Großen ist endlich fertig gestrickt!

Fan Schal

Und dann kam Sonntag Abend.
Dem Großen dämmerte es schließlich, daß die Schule wieder beginnt. Von diesem Moment an war im schlecht, hatte er Kopfweh, Schmerzen, und vieles mehr. Die halbe Nacht rannte das Kind im 30 Minuten Takt zur Toilette. Die andere halbe Nacht lag ich wach im Bett und suchte nach Lösungen.....






Montag, 22. Oktober 2012

Liebesbrief



Mein lieber Gatte

Du fehlst.
Du fehlst mir.
Du fehlst den Kindern.
Und überhaupt, Du fehlst HIER!

Wie oft habe ich mich aufgeregt, weil Du mir beim Putzen und räumen immerzu im Weg bist?
Nun reißt deine Abwesenheit ein nicht zu übersehendes Loch in unseren Alltag.  Keine Kaffeetassen mehr, die sonst hier und da zu finden sind.  Kein Rasierer ist mir mehr im Weg, wenn ich im Bad an meinen eigenen Kram möchte. Kein Radio ist zu vernehmen wenn ich meinen Schlüssel in die Türe stecke. Und die Wohnung, mit allem Familien Chaos, ist genau so wie ich sie verlassen habe.

Wie oft hat mich dein "bewegter" Schlaf des Nachts nicht schlafen lassen?
Nun ist das Bett kalt, leer und viel zu groß für mich alleine. Unruhig wälze ich mich von einer Seite des Bettes bis zur anderen herum, auf der Suche nach deiner Nähe und Wärme. Der Lärm der Straße dringt überlaut in meine Ohren. Ich vermisse deine unbewussten Berührungen im Schlaf. Vor allem aber vermisse ich dein Atmen, dem ich so oft zählend lausche bis ich selbst endlich eingeschlafen bin.

Keine Schuhe im Flur, keine Wäsche auf der Leine, keine Brotkrümel in der Küche, keine Zeitung auf dem Tisch, keine zusammengeknüllten Socken, kein Laptop im Wohnzimmer mehr .....
Wie sehr man die vielen Kleinigkeiten des Alltags, welche uns schnell schon mal aufregen, doch plötzlich vermissen kann!

Die übermächtigen Sorgen sind einer unstillbaren Sehnsucht gewichen.
Wir vermissen Dich.
Bis bald.....


Liebesbriefe



Montag, 15. Oktober 2012

Gute Lehrer - Schlechte Lehrer

Die guten Lehrer nehmen derzeit regen Anteil an unserer eigentlich ganz privaten Familientragödie.
Sie fragen nach, ohne mir dabei zu sehr auf die Nerven zu gehen. Achten sehr auf das Kindlein und geben mir Rückmeldung wenn ihnen etwas auffällt.

Unsere überaus gute Klassenlehrerin nimmt sich des Abends sogar mehr wie eine Stunde Zeit um mit mir zu telefonieren. Weil wir einen Termin in der Schule einfach nicht mehr hin bekommen konnten. Sie hört mir zu. Sie nimmt mich ernst. Und das nicht nur bezüglich der Sorgen ihres aktuellen Schützlings, sondern auch bezüglich der Sorgen des großen Kindes.
Am Geburtstag des Kindleins nimmt sie sich viel Zeit für das Geburtstagskind. Fängt es auf und lenkt es ab. Und geht mit der gesamten Klasse extra lange in den Wald. So daß mir trotz der Umstände am Mittag ein strahlendes Kindlein mit überschwänglichen Erzählungsbedarf in die Arme fliegt.


Die schlechten Lehrer interessieren sich Null für das persönliche Umfeld eines Kindes. Für sie zählen nur Leistung und Noten. Bleibt ein Kind dabei auf der Strecke, dann hat es eben Pech gehabt. Mein größter Fehler der letzten Wochen war wohl, der Lehrerin des Großen Informationen über seine Konzentrationsschwäche und deren Hintergründe zu kommen zu lassen.

Das große Kind hat Angst vor seinem Geburtstag. Und will diesen in der Schule nicht feiern. Es hat Angst davor an diesem Tag überhaupt in die Schule gehen zu müssen. 
Weil das Kind befürchtet ausgeschimpft oder lächerlich gemacht zu werden, sollten ihm vor lauter Sehnsucht nach dem fehlendem Papa die Tränen in die Augen steigen. Und weil das Kind nicht möchte, daß meine mühevoll gezauberten Give Aways böse Kommentare nach sich ziehen.
Außerdem hat bisher noch niemand  in der Klasse seinen Geburtstag gefeiert. Obwohl bereits zumindest ein Kind wissentlich Geburtstag hatte! 


Mir fehlen die Worte für so was.
Ich schwanke zwischen grenzenlosem Entsetzen und blanker Wut! 


Sonntag, 14. Oktober 2012

Einmal Sonne bitte!

An manchen Tagen ist das Wetter einfach so zauberhaft, daß man gar nicht anders kann als raus zu gehen. Auch wenn die Pläne für genau diesen Tag eigentlich ganz anders aussehen.

Rheinpark

Da weder die Kinder, noch ich, Lust auf die örtlichen Begebenheiten wie Wald oder Spielplatz hatten, machten wir uns auf den Weg in den 15 km entfernten Rheinpark.

Rheinpark

Hier kennt uns keiner. Und niemand spricht uns an.
Hier können die Kinder einfach mal drauf los spielen ohne nach dem Papa gefragt zu werden. Und hier kann ich einfach den Nachmittag auf einer Bank verbringen, ohne mich beratschlagen lassen zu müssen!

Rheinpark

Der Rhein hatte natürlich die gleiche magische Anziehungskraft wie eh und je.
Aber da wollten wir heute gar nicht hin. Jedenfalls ich nicht. Ich hatte nämlich diesmal keine Lust auf nasse Schuhe und Hosenbeine.

Rheinpark

Das hier war unser Ziel:

Rheinpark

Der riesige Spielplatz inmitten des Parks, mit seinem tollen Kletterparcour!

Rheinpark
Rheinpark

Der Kletterparcour zieht sich über mehrere hundert Meter quer über den Spielplatz. Die große Spinne links ist über unzählige Klettermöglichkeiten verschiedener Schwierigkeitsstufen bis hin zu dem Piratenausguck ganz rechts verbunden.

Rheinpark

Die Kinder können hier nicht nur einfach spielen. Sie können sich selbst erfahren!
Sie sind auf vielfältige Weise mit dem ganzen Körper und all ihrer Kraft in diesem Parcour unterwegs. Erfolgserlebnisse inklusive.

Und im Hintergrund leuchtet der Herbst in seiner ganzen Pracht!

Rheinpark

Ich bin immer wieder glücklich über die Selbständigkeit meiner Jungs.
Einmal von der Leine gelassen sehe ich nur noch wegen Hunger oder Durst. Selbst Konflikte mit anderen Kindern lösen sie meist völlig alleine. So kann ich ganz entspannt dabei zu sehen, wie Eltern ihren Kindern über den Spielplatz hinterher rennen und sie ständig ermahnen, oder wie Kinder alle 5 Minuten wegen irgendwas anderem zu ihren Eltern gelaufen kommen. Ach ja.......

Wenn ich dann meinen Tee und das Strickzeug auspacke und wirklich stundenlang in Ruhe stricken kann, bekomme ich nicht selten neidische Blicke von den Nachbarbänken.

Rheinpark

Eigentlich wollten die Jungs und ich noch eine Runde durch den weitläufigen Park drehen. Ich mit der Kamera. Die Jungs wollten Blätter und Nüsse sammeln.
Aber dann sind wir doch auf dem Spielplatz kleben geblieben. Die Jungs zufrieden damit sich bewegen zu können. Und ich zufrieden damit in der Sonne sitzend stricken zu können.

Spiralsocke

Am späten Nachmittag kamen dann die ersten Wolken der nahenden Schlechtwetterfront auf und schoben sich unbarmherzig vor die Sonne.

Rheinpark

Der zuvor wundervoll herbstlich leuchtete Rheinpark verlor schlagartig all seine Farben und es wurde ungemütlich kalt. Es war als hätte jemand ein Glas Wasser über ein frisch gemaltes Bild geworfen und alle Farben davon gespült.

Rheinpark
Rheinpark

Zeit unsere Sachen zu packen und heim zu fahren.
Auf ne heiße Milch mit Honig und Schmusedecken auf der Couch.

Einmal austoben bitte!

Bisher war das Wetter für unsere Ferienkinder in NRW gar nicht mal so schlecht.
Viel Sonne, zwischendurch mal Regen, aber insgesamt genug Möglichkeiten raus zu gehen und sich im farbenfrohem Herbstlicht aus zu toben.

Trotzdem habe ich mich auf unsere Verabredung im Indoorspielplatz gefreut.
Und weil es die Lieblingsfreundin war, die da auf uns wartete,  bin ich sogar extra früh aufgestanden und habe viele viele frische Quarkbällchen gemacht.

 Kaum auf dem Tisch, war die Dose auch schon halb leer. Und zuvor war sie randvoll!

Family Paradise

Das wirklich schöne an diesen Tagen ist, daß wir unsere Kinder kaum sehen.
Sie kommen wegen Durst, Hunger, weil sie einen Fahrchip für die Kartbahn wollen, oder wenn sie ins eins der wenigen Fahrgeschäfte möchten die von Eltern betätigt werden müssen. Ansonsten hüpfen und springen sie den ganzen fröhlich Tag herum. Meist wissen wir nicht mal wo genau sie eigentlich sind. Müssen wir ja auch nicht unbedingt. Die Halle ist ein geschlossener Bereich. Und die Jungs sind ja alle schon ansatzweise groß.

Family Paradise
Family Paradise
Family Paradise
Family Paradise

Für uns Mamas der perfekte Ort also um stundenlang zu quatschen und es uns gut gehen zu lassen.
Zum Beispiel mit dem erstem Weihnachtssüßkram. Weil die Seele (vor allem meine) gerade schon danach verlangt.

Family Paradise

Seit einiger Zeit ist auch immer unser Strickzeug dabei. Wo sonst können wir Mamas uns ungestört den ganzen Tag unserem Hobby widmen?
Mein neues Projekt heißt Spiralsocke. Weil die keine Ferse haben, dachte ich mir das wäre ein guter Einstieg ins Sockenstricken.

Family Paradise

Und weil wir wirklich den ganzen Tag (von Öffnung bis Schluß) dort sind, hatte ich dieses mal sogar gleich mehrere Strickprojekte dabei. Falls ich frustriert über der Socke zusammenbreche. Die dünnen kleinen Sockennadeln und die noch dünnere Sockenwolle ist anfangs nämlich ziemlich anstrengend.

Family Paradise

Wenn die Kinder dann Abends endlich mal ausgetobt sind, packen wir unsere sieben Sachen wieder ein und fahren heim. Meist sind sie sogar noch zwei Tage später platt. ;-)



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