Samstag, 29. September 2012

Der Mond ist aufgegangen .....


Der Mond ist aufgegangen.
Die gold'nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget.
Und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel, wunderbar.


Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil uns're Augen sie nicht seh'n.

September Himmel

Text: Auszüge aus "Abendlied" von Holger Saarman

Donnerstag, 27. September 2012

Eine Sorge kommt selten allein

Als hätten wir nicht schon mit genug Sorgen und Ängsten zu kämpfen, tut sich nun auch in der Schule des Großen eine neue Front auf.
Mit dem Übergang in die dritte Klasse scheinen wir eine Lehrerin erwischt zu haben, welche ich ganz eindeutig in die Schublade "Problemlehrer" stecke.
Sie macht den Kindern das Leben schwer und bringt die Eltern reihenweise an den Rand des Wahnsinns. Ihre Erziehungs- und Unterrichtsmethoden stammen mindestens aus der Nachkriegszeit. Inklusion scheint gar überhaupt nicht in ihre Welt zu passen. Und ihre einzige Antwort auf meine Nachricht daß das große Kind derzeit stark mit Konzentrationsproblemen zu kämpfen hat war, das Kind unentwegt mit Ermahnungen zu terrorisieren.
Die ganze Geschichte würde hier sogar den Rahmen sprengen und findet sicher noch seinen ganz eigenen Blogeintrag in der nächsten Zeit.


Es wird so gern davon geredet, welch ein hervorragendes Gesundheits- und Sozialsystem wir in Deutschland doch haben. Im Krankheitsfall ist man finanziell abgesichert, wird es gern propagiert.
In der Realität wird mir als Ehefrau meines Gatten aber gesagt, daß die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ja allesamt völlig unterschiedliche Kennziffern (und damit auch Diagnosen) beinhalten würden. Den Krankengeldanspruch müsse man deshalb nun erst mal GENAU prüfen. Und überhaupt, der Gatte solle seine Angelgenheiten doch bitte selbst regeln, und nicht seine Frau vor schicken.
Der Gatte würde dies sicherlich auch gerne tun, wenn er nicht gerade eine schwere Wirbelsäulenoperation gehabt hätte, und daheim auf der Couch liegt, weil er selbständig kaum 100 Meter weit laufen kann!


Zum Glück für die Krankenkasse, und zu unserem Pech, geht der Gatte aber genau 6 Wochen nach der ersten Krankmeldung nun erst mal eine Reha-Klinik. Dafür ist ja dann nicht mehr die Krankenkasse zuständig, sondern die Rentenversicherung. Das aber erfahren wir eher zufällig. Diese zahlt ein sogenanntes Übergangsgeld. Aber auch erst nach Beendigung der Reha-Maßnahme. Wann das sein aber sein wird, und wie lange die Bearbeitungszeiten sind, steht in den Sternen.
Und ich weiß erst mal nicht wovon ich Anfang November die Miete bezahlen soll. Von den vielen anderen Lebenshaltungskosten mal ganz zu schweigen.


Rein theoretisch dürfte ich in den nächsten Wochen so überhaupt gar kein Geld aus geben. Rein Praktisch braucht die komplette Familie neue Schuhe. Die Kinder sind mal wieder wie Unkraut über Nacht gewachsen und benötigen neue Winterkleidung.
Der Gatte braucht für seine Reha noch so einiges an Sportkleidung und Ausstattung die man dort gerne hätte. Und überhaupt kostet in solch Kliniken so vieles einiges Extra.


In NRW stehen die Herbstferien kurz vor der Türe. Der Gatte ist in dieser Zeit in der Reha-Klinik und ich bin mit den Kindern allein. Ich habe noch absolut keine Ahnung wie ich in dieser Zeit die vielen notwendigen bürokratischen Wege bewältigen soll. Vom Alltag, oder der Tatsache daß der Papa einfach fehlt, mal ganz zu schweigen!


Und dann kommt der Moment, wo der Gatte einen mit dem lapidaren Spruch "Man soll die Hoffnung nie aufgeben" völlig aus der Fassung bringen kann, weil man diesen verdammten Scheiß Spruch in den letzten Wochen so verdammt oft total oberflächlich um die Ohren gehauen bekam, daß man einfach nur noch allergisch drauf reagiert! :-(



Montag, 17. September 2012

My Home is my Castle

Ich lebe in einer Großstadt. Und Großstädte sind Anonym.
Doch in dem Ortsteil wo ich wohne, da lebt man vielfach noch wie in einem Dorf.
Es ist meine Heimatgemeinde. Hier bin ich geboren, groß geworden, die ersten Jahre zur Schule gegangen und einige Jahre nach meinem Fortgang wieder zurück gekehrt.
Man kennt sich. Wenn nicht mit Namen, dann doch wenigstens vom Sehen her. Jeden Morgen die gleichen Gesichter im Bus, beim Bäcker, vor der Schule, im Supermarkt, ect.  Einige  alte Leute kennen mich sogar noch aus meinen Kindertagen.

Man kennt mich lächelnd und gut gelaunt. Selbst am frühen Morgen jeden freundlich grüßend. Stets aufmerksam gegenüber Mitmenschen. Hoffnungsvoll den Tag beginnend.
Mit Schwung in den Bus rein, stets dem Busfahrer ein fröhliches "Guten Morgen" wünschend. Beim Bäcker "einen schönen Tag noch". Zeit für einen kurzen Plausch unter Nachbarn bleibt auch meistens.

Mir geht es nicht gut, in den letzten Wochen.
Ich bin verzweifelt. Traurig. Manchmal auch mit der Gesamtsituation überfordert. Der Alltag fällt mir schwer. So manch ein "Freund" macht es mir mit seiner Meinung zu unseren auf den Kopf gestellten Lebensumständen, oder seinem Verhalten uns gegenüber,  auch nicht gerade leichter.
Die Farbe ist aus meinem Gesicht gewichen, die Haare sind irgendwie zusammen geknotet, und mein Gewichtsverlust der letzten Wochen lässt sich kaum länger verbergen. Plötzlich übersehe ich bekannte Gesichter, weil ich tief in Gedanken versunken bin. Im Bus bringe ich nur noch ein mühevoll gestammeltes "Morgen" über die Lippen.

Hat man mal einen schlechten Tag wird das kaum beachtet. Hat doch jeder mal.
Verfällt ein einst fröhlicher und positiv gestimmer Mensch aber dauerhaft in eine Stimmung, als würde er sich selbst zu Grabe tragen, beginnen die Menschen sich Sorgen zu machen. "Tschuldigung, aber, ist alles in Ordnung bei Ihnen? Ist was schlimmes passiert?" werde ich plötzlich angesprochen. Beim Bäcker, vor der Schule, im Supermarkt, und sogar vom Busfahrer. Tränen steigen dann in mir auf und ich kämpfe um meine Selbstbeherrschung. Wie soll ich diese Frage nur beantworten ohne medizinisch ganz weit aus holen zu müssen? Ohne daß meine Verzweiflung schon wieder übermächtig wird.

Fast alle sind schockiert. Betroffen. Und die Anteilnahme ist echt.
Man wünscht mir/uns alles Gute. Oder gute Besserung für den Gatten. Aber ihren Glauben daran, daß alles schon irgenwie wieder gut werden wird, den kann ich nicht teilen.
"Sieh es positiv" meinte eine Freundin neulich zu mir. "Du wirst wahr genommen und man macht sich Sorgen um Dich." Doch mir ist das gerade alles ein wenig zu viel. Jedes Gespräch ein Scheffelchen mehr an Last die ich zu (er)tragen habe.

Die Kinder gehen jetzt alleine zur Schule und kommen Mittags alleine heim. Den Bäcker und den Supermarkt meide ich. Für Kleinigkeiten schicke ich die Kinder, welche diese Aufgabe derzeit mit Freude und Stolz erfüllt. Für alles andere fahre ich weiter weg, wo man mich nicht so gut kennt, und mich nicht an spricht. Und im Bus sitze ich nun immer ganz weit hinten, mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, so daß ich leichter übersehen werde.
Ohne guten Grund trete ich nicht mehr vor die Türe. Mit dem Wunsch nach Ruhe beginne mich daheim ein zu graben.

My Home is my Castle! 



Samstag, 15. September 2012

Geburtstagskind 7.0

Am Abend vor dem Geburtstag stand das Kindlein plötzlich mit blutverschmierten Händen und einem dünnen roten Rinnsal am Mundwinkel in der Zimmertüre.
"Mama, mir ist da eben noch ein Zahn ausgefallen!" *grins*
SCHOCK!
Erst mal den Zahn gerettet, das Blut vom Kindlein gewischt, und dieses wieder ins Bett gesteckt. Danach begann eine panische Durchsuchung sämtlicher Hosen- und Jackentaschen nach einem Einkaufswageneuro! Damit hatte ich nicht gerechnet. Und die Zahnfee kann doch nicht ausgerechnet zum Geburtstag einen Tag zu spät kommen.

Der Geburtstag dann begann früh.
SEHR FRÜH!
Um 5.45Uhr hörte das Geburtstagskindlein nämlich MEINEN Wecker klingeln und terrorisierte den großen Bruder aus dem Schlaf. Ich schickte ihn wieder ins Bett mit der Anweisung, gefälligst zu warten bis der Kinderzimmerwecker klingeln würde. Doch als ich unter der Dusche stand hörte ich im Flur ein Skateboard krachen. Unsere armen Nachbarn!

Geburtstag 2012

Etwas früher als sonst, saßen die Jungs also am Geburtstagstisch.
Die Kerzen wurden entzündet und der traditionelle Frühstückskuchen angeschnitten.
Doch etwas fehlte. Das sonst so fröhliche und ausgelassene Kinderlachen. Und das extrem breite Honigkuchenpferdgrinsen war auch nirgends auf zu treiben.

Geburtstag 2012

Der Gatte wurde schmerzlich vermisst. Seine Abwesenheit hing wie ein dunkler Schleier im Zimmer. Was das Kindlein sich beim Kerzen aus blasen wünschte, brauche ich nicht näher zu erwähnen.

Geburtstag 2012

Für die Schulklasse des Geburtstagskindleins gab es eine Ladung bunter Mini Gugl Give Aways. Vier Farben Regenbogen Mini Gugl, kombiniert mit ein paar Süßigkeiten in bunte Becher gestapelt und für die Frische noch hübsch verpackt.

Mini Gugl Give Away

Zum Mittagessen dürfen sich Geburtstagskinder hier was wünschen.
Pfannkuchenrollen sollten es sein. Mit Erdbeermarmelade und Vanillejogurt und Smarties und bunten Streuseln sollten es sein.
(Ich hab dann mal lieber nichts gegessen!)

Geburtstag 2012

Die Geschenke dürfen bei uns erst am Nachmittag ausgepackt werden.
Wenn Schule und Hausaufgaben erledigt sind. Und sollte Besuch kommen, dann sogar erst wenn alle (Geschenke) beisammen sind.
Da unser Papa aber aus bekannten Gründen leider nicht zum Geburtstag kommen konnte, musste der Geburtstag eben zum Papa kommen. Also Kuchen, Kerzen, Servietten, Luftschlagen, Gugl Give Away, Tee, Kaffee und Limonade auf Rucksäcke verteilt und alles irgendwie zum Krankenhaus geschafft.

Geburtstag 2012

Das Geschenk lag bereits beim Gatten im Spint. Damit es wenigstens EINE Überraschung gab.

Geburtstag 2012

Die Zimmernachbarn des Gatten waren bereits zuvor informiert und gefragt worden. Beide haben sich diskret zurück gezogen und uns ein wenig Privatsphäre überlassen.

Geburtstag 2012
Geburtstag 2012
Geburtstag 2012

Dem Tag wurde jedes bißchen Fröhlichkeit abgetrotzt was möglich war. Es aber auch viele stille Momente. Den Kindern fehlt der Papa und  Krankenhäuser sind die denkbar ungünstigsten Orte um einen Geburtstag zu feiern!
Dagegen war selbst der kleine Gute Laune Teufel machtlos.

Geburtstag 2012
Geburtstag 2012
Geburtstag 2012

Ein letzter Gruß an die Zimmernachbarn des Gatten....

Geburtstag 2012

Der Abend danach war noch mal richtig anstrengend.
Kaum daheim klingelte ständig das Telefon. Lieb und nett gemeint, und sicherlich nichts böses wollend, wird mir so manche Anteilnahme und Nachfrage dennoch langsam einfach zu viel.


Mittwoch, 12. September 2012

Kindliche Vorfreude

Kummer, Sorgen und Leid lassen die Welt um einen herum schnell grau und trostlos erscheinen.
Doch wo Kinder sind, da ist das Leben bunt. Egal in welcher Lebenslage.
So freut sich das Kindlein gerade unbändig auf seinen Geburtstag dieser Tage. Weiß es doch daß ich es tatsächlich geschafft habe seinen Wunschgeschenk auf zu treiben. Und mutiert zwischen seiner verzweifelten Mutter und dem ständig bekümmerten großem Bruder zum Gute Laune Teufel, dessen Charme man sich kaum entziehen kann.

An Kindergeburtstagen habe ich sonst meine helle Freude. 
Niemals zuvor war ich beim Geschenke einpacken so verdammt traurig.
Noch nie ist es mir so verdammt schwer gefallen dieses BUNT zu ertragen.
Doch Geburtstage sind halt nur einmal im Jahr.
Und Geburtstage sind wichtig! Zumindest für die Geburtstagskinder.
Geburtstage zieht man durch. Wenn es sein muss sogar auf Krücken. 

Vorfreude

Vorfreude

Geburtstags Vorbereitungen

Vorfreude

Vorfreude

Dienstag, 11. September 2012

Ablenkungsmanöver

Schokolade ist Nervennahrung.
Nervennahrung wird hier derzeit vermehrt benötigt.

Ich mag keine Milka. Ist mir einfach zu fettig und zu süß und verdient aus meiner Sicht auch die Bezeichnung Schokolade nicht wirklich. Dennoch beruhigt Milka auch meine Nerven. Denn damit lassen sich wunderbare Frust-und-Verzweiflungs-Ablenkungsmanöver starten.


Lila Täschchen II.

Seit ich vor den Ferien diese lila Täschchen genäht habe trennen sowohl der Gatte als auch die Kinder jede der heißgeliebten Schokoladentafeln fein säuberlich an der Klebelasche auf und liefern die Folie bei ab.
Die Geburtstagstafel ist der neue Lieblingshit bei den Jungs. Leider hatten wir bisher kein Glück. Wäre ja auch völlig entgegen den Regeln unseres kleinen privaten Universums! 

Lila Täschchen II.

Nervenstärke benötigt man um zig Zipper auf die Reißverschlüsse zu bekommen.
Perfekt also um sich zur inneren Ruhe zu zwingen.

Lila Täschchen II.

Zur Abwechslung gibt es die Taschen dieses mal sogar mit verschieden bunten Reißverschlüssen.

Lila Täschchen II.

Lila Täschchen II.

Nach zwei Tagen war dann schon wieder ein ganzer Schuhkarton voller Täschchen fertig gestellt.

Lila Täschchen II.

Noch ne Tafel Schokolade hinein und fertig.

Lila Täschchen II.

Einige wenige habe ich an ganz spezielle Freundinnen verteilt!

Lila Täschchen II.

Den großen Rest habe ich eingepackt und in der Schule abgeliefert.
Nach den Ferien haben viele der Damen nach gefragt ob sie noch welche bekommen könnten. Die Nachfrage ist sogar so hoch, daß ich noch mindestens drei weitere Frust-und-Verzweiflungs-Ablenkungsmanöver starten kann. Kommt mir gerade sehr gelegen.




Montag, 10. September 2012

Ein letztes Ma(h)l

Zum vorerst letzten mal haben der Gatte und ich es uns heute noch noch mal richtig gut gehen lassen und haben uns sehr dekadent bei unserem Lieblings Restaurant am Frühstücksbuffet die Bäuche voll geschlagen.
Das noch schöne Wetter aus nutzend dabei schön gemütlich draußen gesessen. Einen kleinen Vorrat an Augenblicken und Zweisamkeit geschaffen, auf den wir in den kommenden Zeiten zurück blicken können.

In den nächsten Wochen wird der Gatte dann unter der einseitigen Krankenhauskost leiden. Ich dagegen eher an Einsamkeitsbedingtem Appetitverlust.


Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Sehr erheiternd war die Aufforderung an den Gatten doch bitte mal "hübsch" für ein letztes Bild in die Kamera zu lächeln. Der Mann ist nämlich extrem Kamerascheu und muss für solche Bilder erst mühsam ein wenig aufgelockert werden.

Frühstück

PS:
Morgen könnten wir übrigens alle gedrückten Daumen und Gebete gebrauchen, die ihr für uns übrig habt!




Samstag, 8. September 2012

Ferienrückblick: Der Jedi Ritter Geburtstag

Eines schönen Tages in den Ferien fischte ich eine Geburtstagseinladung aus dem Briefkasten. An sich nichts besonderes. Außer der Tatsache daß dieses mal das Kindlein eingeladen wurde, was leider wirklich schon eine Seltenheit ist.
Dementsprechend hat sich das Kindlein dann auch gefreut. Mit lautem "Jipiii" und "Juhuuu" und "Ich bin eingeladen!" tanzte das Kindlein minutenlang im Kreis! :-)

Der Geburtstag war wirklich Klasse.
Und ich durfte den Geburtstag auch noch mit der Kamera begleiten.

Zu Beginn der Party wurden die Kinder erst mal auf einer Picknick Decke zusammen gerufen. Dann wurden sie feierlich in die Jedi Schule aufgenommen. Und dann wurde die allgemeine Neugierde befriedigt und per Flaschendrehen die Geschenke ausgepackt.
Nach einer kleinen Stärkung mussten die jungen Jedi Schüler sich erst mal ihr Schwert zusammen bauen. Als Schwerterbausatz dienten hier angebohrte Besenstielstücke und Leuchtarmbänder. Kaum waren die Schwerter zusammen gesetzt, begann auch schon das Rasen und Toben. Schön wenn man einen so großen Garten hat.
Als nächstes sollten die Kinder einen ausgedehnten Bewegungsparcours bewältigen. Aber bitte MIT Lichtschwert!
Am Apfelbaum lagerte Jabba the Hutt. Dieser war ganz furchtbar hungrig und drohte zum Spielverderber zu werden. Also musste er mit ein paar Nudeln gefüttert werden, um die Gefahr zu bannen.
Beim Topf Klopfen ging es darum, daß die Kinder sich gegenseitig helfen den kleinen blauen R2-D2 mit ihrem Lichtschwert zu finden. Darunter versteckte sich für jedes Kind eine Lupe.
In einem Baum hing eine zum Todesstern umgestaltete Papierlampe vom Möbelschweden. Dieser sollte per Lichtschwert besiegt werden. Leider war das Ding so verdammt schnell unten, daß ich nicht mal die Kamera scharf stellen konnte!
Im Garten verteilt waren überall in Alu Folie eingewickelte Süßigkeiten, äähh, Meteoritensplitter. Diese mussten von den Kindern gefunden werden, aber jedes Kind durfte von jeder Form nur jeweils einen weg nehmen. Ganz schön kniffelig!
Zwischendurch verfielen die Kinder dann dem freien Spiel. Zum Beispiel mit der Wasserstraße im hinteren Teil des Gartens.
Zum Ende hin sollten die Kinder Gerechtigkeit üben. Für jedes daheim gebliebene Geschwisterkind war eine Tüte vorbereitet. Außerdem eine große Schüssel mit Süßigkeiten. Diese sollten so aufgeteilt werden, daß jedes Geschwisterkind exakt die gleiche Stückzahl Süßigkeiten mit gebracht bekommt.
Dann war der große Augenblick endlich gekommen. Die Kinder bekamen feierlich ihre Umhänge, Urkunden und Medaillen überreicht.
Bevor es aber nach Hause gehen konnte, musste erst noch ein böser Sith Lord (Bettdecke gefüllt mit Luftballons) besiegt werden. Das war gar nicht so einfach. Die Bettdecke schlitterte über den Rasen und die Luftballons wollten einfach nicht platzen.
Nach einer Ausgiebigen Stärkung zum Abend hin wurden die kleinen Jedi Ritter nach Hause entlassen.



Die Mutter hat sich wirklich viel Mühe gegeben, sehr viel Material zusammen getragen und die Kinder vorzüglich beschäftigt. Schön wenn man als "Eventmanagerin" auch mal auf Mütter trifft die genau so perfektionistisch verrückt ticken wie man selbst! :-D




Donnerstag, 6. September 2012

In guten wie in schlechten Tagen

Nichts im Leben geschieht ohne Grund. Alles ergibt früher oder später einen Sinn.
Ein Leitsatz, dem ich die letzten Jahre stets vertrauen konnte.
Doch in den letzten beiden Wochen habe ich arg gezweifelt.
Am Sinn des Lebens allgemein, und an der Gerechtigkeit des Universum im ganz speziellen!

Freundschaften bekommen plötzlich einen ganz neuen Wert.
Und ganz viele neue Schubladen um sie ein zu sortieren.
Erschreckend, wie wenig Freunde übrig bleiben wenn man sie am nötigsten braucht!

Wie oft im Leben habe ich meine Hilfsbereitsschaft ausnutzen lassen?
Darauf vertrauend selbst Hilfe zu erfahren wenn ich sie denn mal benötigen werde.
Vielleicht sollte ich mit meinem Mitleid kritischer und voll allem geiziger um gehen!

Kummer, Sorgen und Ängste sind dieser Tage allgegenwärtig. 
Der Gatte ist wirklich ein ganz besonders seltenes Exemplar.
Er ist einer von genau 90 weltweit bekannten Fällen seiner Erkrankung.
Selbst Google nennt gerade mal 72 Treffer!


Und in all dem Chaos erkenne ich: Ich liebe meine Männer. 
ALLE! Auch den ganz Großen! Grenzenlos!
Vergangene Differenzen werden plötzlich Bedeutungslos. 

Die Liebe zu einem Menschen kann uns stark machen. 
Die Sorge oder der Verlust eines geliebten Menschen kann uns aber das Rückgrat brechen! 


Familie

Schlossweihnacht Bensberg 2011

Karneval 2012

Flughafen Köln Bonn

Mittwoch, 5. September 2012

Über Kuschelkissen und Kochbücher

Man sollte meinen insgesamt 9 Kissen verschiedenster Größe, Form und Farbe seien genug um eine Couch so richtig gemütlich werden zu lassen.

Ist es nicht!

Ständig werden Kissen auf den Sessel entführt oder sogar Richtung Schlafzimmer getragen. Immerzu ist genau ein Kissen zu wenig vorhanden, um es sich faulenzend bequem machen zu können. Und als der Gatte dann noch eins der Kissen mit ins Krankenhaus nahm, herrschte plötzlich Kissennotstand!

Es half alles nichts, da müssen noch ein paar Kissen her.
Zum Glück befinden sich in meinem Nähvorrat noch ein paar Fleecezuschnitte und Inlets vom Ikea. Flugs die Nähmaschine auf den Tisch gestellt und fünf einfache, schnörkellose Kissen gezaubert.
Eins davon ist dann auch gleich wieder in die Kliniktasche des Gatten gewandert. Zimmer mit Aussicht geht diese Woche in die zweite Runde und nimmt hoffentlich ein gutes Ende.

Kissen

Vor einigen Jahren hatte ich aus diesen Kissenzuschnitten und Inlets dutzende Vampirkissen für eine Kinderparty genäht. Wir hatten eine Pyjama Party gefeiert. Die Kinder brauchten Sitzgelegenheiten. Außerdem wollten unsere Kinder unbedingt eine Kissenschlacht veranstalten. Kaufen kam nicht in Frage, da auf die benötigte Menge einfach zu teuer.

Fledermaus Kissen

Das Kindlein ist auf einen Geburtstag eingeladen.
Der Vater des Kindes wünschte sich von uns ein Buch für das Geburtstagskind. Zitat: "....die bekommen immer so viel Kram geschenkt, und vieles davon absoluter Mist. Ihnen traue ich am ehesten zu dem N. ein schönes Buch zu schenken!"

Na, DAS machen wir, die Leserattenfamilie, doch mehr als gerne.
Weil Lesen am meisten Spaß macht wenn man es so richtig bequem hat, und weil ich gerade die komplette Kissenwerkstatt auf dem Tisch stehen hatte, wurde noch schnell ein Kuschelkissen mit Namen genäht.

Geschenk

Apropos Bücher!
Ist ja klar, daß ich NICHT in eine Buchhandlung gehen kann, ohne mindestens EIN Kochbuch mit nach Hause zu nehmen, oder?
Selbst wenn man nur schnell ein Geschenk holen möchte.
Wobei, SCHNELL geht mit dem Kindlein in der Buchhandlung auch nicht wirklich. Ihr wisst schon. Der Apfel und der Stamm usw. ;-)

Kochbuchsüchtig




Sonntag, 2. September 2012

Ferienrückblick: Flughafen zum Vierten


Die Flughafenbesuche entwickelten sich diese Ferien schnell zu einem Dauerbrenner.
Selten lassen sich die Interessen der Kinder so leicht mit meiner Fotografie vereinen. Kostengünstig ist es obendrein. Der Köln Bonner Flughafen nimmt, im Gegensatz zu vielen anderen Flughäfen, immer noch keinen Eintritt. Im Flughafen befindet sich außerdem ein Supermarkt mit akzeptablem Preisen, falls mal das Picknick aus gehen sollte.

Flughafen Köln Bonn

Bei unserem vierten Besuch erwartete uns beste Sicht bei blauem Himmel, dekoriert von ein paar wunderhübschen Zuckerwattewölkchen.

Flughafen Köln Bonn

Das erste was dem Kindlein auf fiel:
Wer hat die vielen Frachtmaschinen geklaut?

Flughafen Köln Bonn

Eine weitere Attraktion war das Propeller Flugzeug der Air France.

Flughafen Köln Bonn

Die guten Sichtverhältnisse erlaubten mir Fotos mit ganz besonderen Details.
Man achte bitte auf die heiße Luftschleppe hinter den Triebwerken.

Flughafen Köln Bonn

Und dann kam sie: Die erste FedEx Maschine an diesem Nachmittag.
Wieder meine ich, daß sich die Tragflächen bei der Landung zur Flügelspitze hin nach oben durch biegen.

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

Zwischendurch ein kleines Picknick.

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

Nach den Starts und Landungen der letzten Besuche versuchte ich mich nun an Flugzeugen in der Luft. Bei königlich blauem Himmel wirklich eine Freude!

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

Zur Abwechslung dann auch mal eine Bewegungsstudie in kontrastreichem Rot.

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

Diese kleinen wunderschönen "Zuckerwattewölkchen" nehmen mit einem Flugzeug als Maßstab plötzlich dramatische Dimensionen an. 

Flughafen Köln Bonn

Die Jungs nutzen derweil die gesamte Fläche der Besucherterrassen aus.....

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

......als plötzlich lautes Lalülala zu vernehmen war.
Eine Feuerwehrübung!
Und die Jungs standen natürlich in erster Reihe. :-)

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

Ebenfalls in erster Reihe stehend konnten sie erleben wie ein Flugzeug auf dem Rollfeld vollversorgt wurde. Spannend was da so alles passiert!

Flughafen Köln Bonn

Mit ebenso viel Spannung wurde von sämtlichen Fotografen das Eintreffen der UPS Maschine erwartet.

Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn
Flughafen Köln Bonn

Schon war es wieder Abends. Aber die Kinder wollten noch ein wenig "Taschengeld shoppen". Hatten wir doch in dem vorhandenen Supermarkt ein ganzes Regal voller Lieblings Bohnen gesehen.

Jelly Beans

Müde und erschöpft, aber glücklich und ausgeglichen machten wir uns dann auf den Heimweg.


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